24.07.2018 14:14
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Neuseeland
Butter gibt deutlich nach
Am Weltmilchmarkt haben sich die Preise für Standardprodukte weiter abgeschwächt. Bei der Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) vergangene Woche gab der zusammenfassende Preisindex für die sechs gehandelten Milcherzeugnisse gegenüber der vorherigen Handelsrunde von Anfang Juli um 1,7 % nach.

Zwar fiel der Abschlag nicht mehr so hoch aus wie mit 5,0% in der vorangegangen Auktion. Jedoch ist das aggregierte Preisniveau an der GDT mittlerweile auf den tiefsten Stand seit Jahresbeginn zurückgefallen und hat in den vergangenen acht Wochen fast 9% eingebüsst. 

Unter besonderen Preisdruck geriet bei der jüngsten Versteigerung Butter, die über alle Kontraktlaufzeiten hinweg einen durchschnittlichen Abschlag von 8,1% gegenüber Anfang Juli verzeichnete und nur noch 4'953 $/t (4'917 Fr.) erlöste. Seit Mitte Mai hat sich der Handelspreis an der GDT um insgesamt 14,4% verringert. Einen noch stärkeren Wertverlust von 9,5% auf 4'602 $/t (4'569 Fr.) erfuhr bei der letzten Auktion Labkasein. Zudem mussten die Verkäufer beim wasserfreien Milchfett einen Preisrückgang von 5,2% auf 5'629 USD/t (5'588 Fr.) hinnehmen, während es bei Cheddarkäse einen Abschlag von 3,3% auf 3'596 $/t (3'570 Fr.) gab. 

Mehr Geld liess sich dagegen nach vorangegangener Schwächephase wieder beim Verkauf von Milchpulver erzielen. Für Magermilchpulver erlösten die Anbieter Arla, Fonterra, Amul und Polish Dairy im Mittel aller Qualitäten und Fälligkeiten 1'959 $/t (1'945 Fr.); das waren 0,8% mehr als bei der Versteigerung vor zwei Wochen. Im Vorjahresvergleich lag das Preisniveau um 3,2% niedriger. Das hinsichtlich des Handelsvolumens wichtigere Vollmilchpulver verzeichnete zuletzt ein Preisplus von 1,5% auf 2973 $/t (2'951 Fr.). Der alleinige Verkäufer Fonterra erlöse damit für seine Ware 4,5% weniger als Mitte Juli 2017.

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