24.11.2014 10:16
Quelle: schweizerbauer.ch - sam
Fleischmarkt
Carna Grischa: Schweizer Metzger distanzieren sich
Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) verurteilt gemäss einer Mitteilung die der Carna Grischa AG vorgeworfenen Falschdeklarationen unter dem Vorbehalt der Unschuldsvermutung aufs Schärfste und betont gleichzeitig, dass die betroffene Firma kein Mitglied des SFF sei.

"Mit ihrem inakzeptablen und rufschädigenden Vorgehen fügt die Carna Grischa AG dem positiven Image des Lebensmittels Fleisch einen immensen Schaden zu, der einen grossen Teil der aufwendigen und langjährigen Aufbauarbeit auf einen Schlag zunichte macht", schreibt der SFF. Die gesamte Fleischbranche sei nun gefordert, in aufwendiger Kleinarbeit das Vertrauen ihrer Kundschaft mit Transparenz und viel Information zurückzugewinnen.

Carna Grischa nicht Mitglied des SFF

Der Schweizer Fleisch-Fachverband (SFF) ist als Vertreter der Metzgerschaft und der fleischverarbeitenden Industrie über die gegen die Carna Grischa AG erhobenen Vorwürfe schockiert und lehnt eine derart systematische Geschäftspraxis in aller Form ab: "Eine solche verstösst klar gegen das Gesetz, indem diese den Tatbestand der Täuschung und der ungerechtfertigten Bereicherung erfüllt." Wenngleich die betroffene Firma nicht Mitglied im SFF sei, so habe sie mit ihrer Vorgehensweise eine Praxis an den Tag gelegt, die für den SFF und den gesamten Fleischsektor absolut inakzeptabel, verwerflich und ausgerechnet in der heutigen Zeit völlig unverständlich sei.

Selbstverständlich gelte auch für die Carna Grischa AG die Unschulds¬ermutung. A"ber schon alleine die Tatsache, dass die Berichterstattung dazu innert kürzester Zeit derart grosse Wellen geworfen hat, hat bereits jetzt schweizweit einen massiven Imageverlust für das Lebensmittel Fleisch innert kürzester Zeit zur Folge – und dies erst noch im Vorfeld des anstehenden Weihnachtsgeschäftes", heisst es. Diesen Schaden wieder mit grossem Aufwand gut zu machen, liege nun im Aufgabenbereich der gesamten Branche bis hinunter zum einzelnen Verkaufsgespräch in den Metzgereien.

SFF will keine vermehrten Kontrollen

Der SFF wehrt sich in diesem Zusammenhang in aller Deutlichkeit gegen die möglicherweise aufkommenden Forderungen nach verschärften und vermehrten Kontrollen. Damit würde unnötigerweise die Vielzahl der landauf, landab einwandfrei arbeitenden Metzgereien und fleischverarbeitenden Unternehmen zusätzlich administrativ belastet und damit für das Fehlverhalten einzelner bestraft, heisst es. Auch würden damit die allenfalls schwarzen Schafe wohl kaum von ihren verwerflichen Absichten abgehalten.

Nach Auffassung des SFF müssten derartige Fälle bei einer Bestätigung der Vorwürfe wesentlich härter sanktioniert werden, damit auch eine unmissverständlich abschreckende Wirkung auf allfällige Nachahmer entsteht. Dazu gehöre auch, dass die betreffenden Namen nach erfolgter Verurteilung endlich veröffentlicht werden.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE