20.06.2013 11:31
Quelle: schweizerbauer.ch - Mike Bauert
Detailhandel
Coop fördert Produkte aus Naturpärken
Coop Schweiz unterzeichnete eine Absichtserklärung mit dem Netzwerk Schweizer Pärke zur Förderung und Vermarktung von Produkten aus den Schweizer Pärken. Neu ist Alpmilch und -käse aus dem Diemtigtal im Regal.

Hoselupfkäse aus dem Naturpark Thal, Goldkorn-Zopfmehl aus dem Gantrisch oder Nüssliwurst aus der Biosphäre Entlebuch: Bereits heute finden die Kunden im Coop-Regal zahlreiche Produkte aus Schweizer Pärken ihrer Region. Coop und das Netzwerk Schweizer Pärke haben am Montag auf der Alp Tschuggen im Naturpark Diemtigtal offiziell eine Partnerschaft unterzeichnet. 

Vermarktung ist wichtig

«Ziel ist, sämtliche Produkte, die innerhalb der Pärke hergestellt werden, in der entsprechenden Region ins Sortiment aufzunehmen», erklärte Roland Frefel, Category Manager Frischprodukte/Gastronomie von Coop. «Wir wollen allen Produzenten eine Verkaufsplattform für ihre naturbelassenen, authentischen und nachhaltig produzierten Lebensmittel bieten.» Die Regionalität sei bei diesen Produkten enorm wichtig. Finanziell unterstützt Coop die Naturpärke aber nicht. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass Coop über den Fonds Nachhaltigkeit einzelne Projekte gezielt unterstütze, erklärte Frefel.

Gemäss Stefan Müller-Altermatt, CVP-Nationalrat und Präsident vom Netzwerk Schweizer Pärke, setzen bereits 8 von 14 Pärken das Parklabel für die Vermarktung ein. Um die hohe Glaubwürdigkeit sicherzustellen, seien auch restriktive Kriterien wichtig. Der Verkauf von Parkprodukten sei von existenzieller Wichtigkeit. Deshalb sei die Partnerschaftsvereinbarung für die Pärke und für Coop von grossem beidseitigem Nutzen, erklärte Müller.

Diemtigtaler Alpmilch

Zeitgleich zur Vertragsunterzeichnung erweitert Coop ihre Auswahl an Produkten aus den Schweizer Pärken um eine weitere regionale Spezialität: die Diemtigtaler Alpmilch. Sie ist das erste Produkt aus dem Naturpark Diemtigtal und wird seit gestern in rund 100 Coop-Verkaufsstellen in der Region Bern für rund 16 Wochen während der Sömmerung verkauft. Der Verkaufspreis beträgt Fr. 1.95 pro Liter und ist damit 10 Rappen teurer als die Biomilch.

Das Ziel sei, dass rund 120'000 Liter Sömmerungsmilch, die nicht verkäst wird, über den Coop-Kanal verkauft werden kann. Zusätzlich verkaufen auch regionale Läden die Milch. Die Milch wird in drei Sammelstellen in Oey-Latterbach und in Zwischenflüh gesammelt und in der Kreuzweg-Käserei in Oberlangenegg abgefüllt.

Guter Produzentenpreis

Coop zahlt für diese  Milch zwischen 88 und 90 Rappen, erklärten anwesende Produzenten. Dieser Mehrertrag werde den gesamten Milchpreis um rund 2 bis 3 Rappen pro Kilo anheben.

«Wir werden die Milch in kleinen Kühlern zusammen mit dem Alpkäse aus dem Diemtigtal verkaufen», erklärte Bruno Mäder von Coop Bern. Die Logistik- und die Verkaufskosten sind in Anbetracht der kleinen Menge relativ hoch, deshalb werde Coop, auch wenn der Verkaufspreis Fr. 1.95 betrage, weniger verdienen als mit der normalen Past-Milch, betonte Mäder. Die Milch wird den Konsumenten zusammen mit dem Diemtigtaler Alpkäse (Verkaufspreis Fr. 29.50) angeboten. Die Verkaufsförderung läuft in drei Phasen, dabei sind auch Produzenten in einzelnen Megastores direkt vor Ort.

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