Samstag, 24. Juli 2021
28.02.2020 13:54
Markt

Coop neuer Abnehmer von IP-Suisse

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Coop und IP-Suisse spannen bei den Labelschweinen zusammen. IP-Suisse verstärkt die Anforderungen bezüglich Tierwohl und Kontrolle. Dafür übergibt Coop die Naturafarm porc (CNf) Anforderungen in bäuerliche Hände. Die Zukunft der Labelproduktion ab 2021 sei so gesichert.

IP-Suisse werde im Rahmen der Entwicklung und Stärkung der Glaubwürdigkeit die Kontrolle sämtlicher Schweineproduzenten neu ausrichten, heisst es in der Mitteilung von Freitag.

220’000 Labelschweine

Für die Produzenten heisst das: Die Kontrollen werden ab 2021 durch den Kontrolldienst des Schweizer Tierschutzes durchgeführt. Zudem wird die Mindestgesamtfläche pro Schwein erhöht. Dies gilt für neue Betriebe ab dem 1. Januar 2021. «Aber auch in bestehenden Betrieben werden die Schweine bei Neu- und Umbauten schrittweise mehr Platz erhalten» heisst es weiter.

Mit der Übergabe der CNfporc-Produktionsanforderungen in bäuerliche Hände werde die Position der Produzenten gestärkt. Ab dem 1. Januar 2021 gelten für die bisherigen CNfporc-Produzenten die Anforderungen (inkl. Biodiversitätspunkteprogramm) und Prämien der IP-Suisse. Von den CNf-Produzenten sind etwa 2/3 Mitglied der IP-Suisse, rund die Hälfte davon aktiv in einem Labelbereich. Coop garantiert für 2021 die Abnahme von 220’000 Labelschweinen. 

Weitere Produkte sollen folgen

Die IP-Suisse ist bereits ein gewichtiger Marktpartner. Rund 1’300 Schweineproduzenten liefern rund 500’000 IP-Suisse-Schweine pro Jahr. Rund 75 % der Tiere werden unter dem Label TerraSuisse über die Migros vermarktet.  Weiter Abnehmer des Labelsfleisches sind Denner, Manor, SV Group, Volg, Spar und private Metzgereien.

Gemäss IP-Suisse werden weitere Produkte von IP-Suisse ins Sortiment aufgenommen. 

Paukenschlag im Dezember 2018

Mitte Dezember 2018 sorgte Coop für einen Paukenschlag. Die Detailhändlerin gab bekannt, bis Ende 2019 das Naturafarm-Label bei den Kälbern einzustellen. Ab 1. Juni 2019 sollten die Mengen an CNf-Kälbern halbiert und der Zuschlag für Gesundheitstränker von 75 auf 50 Franken gesenkt werden. Bei den CNf-Schweinen sollte nicht nur die Abnahmemenge reduziert werden, sondern auch die Prämie für die Mäster. 

Bis Ende 2019 sollte die Menge der CNf-Schweine um 30% reduziert werden, das wäre deutlich mehr als die einst angekündigten 13%. Die Prämie sollte laut dem Informationsschreiben ab Ende 2019 noch zwischen 20 und 50 Rappen zu liegen kommen. Im Februar 2019 wurde entschieden, den Entscheid um ein Jahr nach hinten zu schieben. Nach harten, aber fairen Verhandlungen hätten nun korrekte Lösungen für die betroffenen Bauernfamilien resultiert, teilte der Bauernverband im Februar 2019 mit.

Coop-Sprecher Urs Meier begründete den Entscheid damals mit dem sinkenden Kalb- und Schweinefleischkonsum. Gemäss den Baslern lag das Problem zudem im grossen Labelfleisch-Angebot und der Nachfrage, die sich schwächer entwickelt habe als erwartet. 

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