30.09.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - hal
Getreide
Denner setzt auf IPS-Braugerste
Bier soll vermehrt aus Schweizer Braugerste gebraut werden. Der Discounter Denner setzt auf IP-Suisse-Braugerste.

Im Jahr 2018 wurden in der Schweiz 55 Liter Bier pro Kopf konsumiert. Und für viele Konsumenten gilt ein in der Schweiz gebrautes Bier in der Wahrnehmung als schweizerisch, obschon die Rohstoffe grösstenteils aus dem Ausland stammen. Dennoch gibt es ein Absatzpotenzial für Bier, bei dem alle Rohstoffe, inklusive Malz und Hopfen, in der Schweiz angebaut werden.

50 ha Braugerste gesucht

Laut Foodaktuell, dem Fachportal für die Lebensmittelwirtschaft, setzt der Discounter Denner bereits jetzt auf Schweizer Rohstoffe für Bier und sucht dafür IP-Suisse-Produzenten, die auf insgesamt 50 Hektar Braugerste anbauen wollen. Denner habe bereits vor vier Jahren das Sortiment mit Fokus auf Schweizer Biere ausgebaut und 25 regionale Biere ins Sortiment aufgenommen, sagt Denner-Sprecherin Grazia Grassi gegenüber Foodaktuell. 

Anbau nicht einfach

Die Produzenten sollen über 80 Franken pro 100 Kilogramm Gerste erhalten. Dieser Preis für die IP-Suisse-Braugerste liegt einiges über dem Preis von Futtergerste und sowieso weit über demjenigen von EU-Braugerste. 

Der Braugerstenanbau ist aber nicht einfach. Besonders der Proteingehalt, der zwischen 9,5 bis 10,5 Prozent liegen sollte, stelle die Braugerstenproduzenten vor grosse Herausforderungen.

Um das Braugerstenprojekt optimal aufzugleisen, will IP-Suisse von der Erfahrung der Interessengemeinschaft (IG) Mittellandmalz profitieren. Die IG habe das Know-how, um eine einwandfreie Braugerstenqualität zu erreichen, sagt IP-Suisse Geschäftsführer Fritz Rothen zu Foodaktuell.

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