31.03.2017 17:08
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Fleischmarkt
Detailhandel: Fleischabsatz sinkt
Der Schweizer Detailhandel konnte letztes Jahr weniger Fleisch verkaufen. Die abgesetzte Menge sank um 2,4 Prozent. Die Ausnahme ist Rindfleisch.

Insgesamt verkauften die Detailhändler 226'012 Tonnen Fleisch und Fleischprodukte, wie der aktuelle Markbericht Fleisch des BLW-Fachbereichs Marktanalyse zeigt. Der Wert der verkauften Ware lag bei 4,73 Milliarden Franken, 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die gesunkenen Absätze konnten mit im Schnitt 1,4 Prozent höheren Preisen etwas abgefedert werden. Laut Marktexperten von Coop und Migros sind gestiegene Einkaufspreise besonders im Label-Bereich für die höheren Preise verantwortlich, wie es im Markbericht heisst.

Eine Ausnahme bildet das Rindfleisch. Dort wurden höhere Absätze und höhere Umsätze erzielt. Gründe sind gemäss Marktkennern das Image als hochwertiges Fleisch sowie gesteigerte Handels-Aktivitäten. Anders sieht die Lage beim Schweinefleisch aus. Mit 4,9 Prozent weniger Verkäufen wurden in diesem Bereich der grösste Rückgang verzeichnet. Aus Sicht des Detailhandels ist dies unter anderem auf die demografische Entwicklung und das Image als ungesundes Fleisch zurückzuführen, so der Marktbericht.

Das Verhalten der Konsumenten prägt den Fleischmarkt, schreiben die Marktexperten. Die gesunkenen Absätze bei Schweinefleisch, der Trend zu mehr Edelstücken beim Rind und Geflügel, ein bewussterer Fleischkonsum („Flexitarier“), der gestiegene Einkaufstourismus sowie der höhere Ausser-Haus-Konsum beeinflussen die Absatz-Entwicklung im Detailhandel.

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