2.02.2015 11:58
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Detailhandel: Konsummilch wurde teurer
In den Regalen des Schweizer Detailhandels wurde Konsummilch im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2013 um rund 5 Rappen teurer. Dies ist auf die höheren Produzentenpreise im ersten Halbjahr 2014 zurückzuführen. Auch der Handel konnte seine Bruttomarge leicht erhöhen.

Letztes Jahr kostete der Liter Konsummilch im Detailhandel durchschnittlich 1,43 Fr. Dies geht aus dem jüngsten Marktbericht Milch des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) hervor. Diese Preiserhöhungen dürften  gemäss den Marktexperten unter anderem mit einem Anstieg des Preises für den Rohstoff (Rohmilch) im zweiten Halbjahr 2013 und den ersten Monaten des Jahres 2014 begründet liegen.

Der Produzentenpreis  für Industriemilch erhöhte sich um 3 Rp. auf 68 Rp./l (Durchschnittswert von Januar bis November). Der tiefste Produzentenpreis wurde 2012 mit durchschnittlich 60 Rp./l beobachtet, noch 2007 lag der Preis bei 80 Rp./kg. In die vergangenen dreizehn Jahre hinweg wurde ein Rückgang des Produzentenpreises für Industriemilch von 13 Rp./l registriert.

Ab Oktober 2014 reduzierte sich der Produzentenmilchpreis aber wieder deutlich. Dies ist vor allem auf die Erhöhung der Produktion und auf die sinkenden Preise auf den internationalen Märkten zurückzuführen.

2014 konnten auch die Detailhändler ihre Bruttomargen (+1 Rp./l) erhöhen. Diese betrug im vergangenen Jahr 73 Rp./l. Seit dem Jahr 2001 reduzierte sich die Bruttomarge um 8 Rp./l. Die Konsumenten haben zwischen 2009 und 2013 zwischen 1,36 und 1,39 Fr. pro Liter Konsummilch bezahlt. 2014 erhöhte sich der Wert auf 1,43 Fr./l.  In den vergangenen dreizehn Jahren sank der Konsumentenpreis für Milch um 13 Rp./l.

Der stärkste Preisrückgang wurde 2009 beobachtet. Jenem Jahr, das von der Aufhebung der Milchkontingentierung in der Schweiz und der weltweiten Milchkrise geprägt war, schreibt das BLW. Der Produzentenpreis verringerte sich innerhalb eines Jahres um 14 Rp./l, der Konsumentenpreis um 11 Rp./l. Die Bruttomarge des Handels blieb aber dieselbe.

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