23.07.2015 08:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Syngenta
Dollar kostet Syngenta Umsatz
Die Aufwertung des Dollars hat dem Basler Agrochemiekonzern Syngenta einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Unternehmen musste im ersten Halbjahr deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Dennoch schlug sich Syngenta besser als erwartet.

Der Umsatz schrumpfte um 10 Prozent auf 7,634 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um 5 Prozent auf 2 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente Syngenta 1,221 Milliarden Dollar. Das sind 12 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Erwartungen erfüllt

Trotzdem konnte Syngenta die Erwartungen beim Gewinn übertreffen. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 7,649 Milliarden Dollar und einem EBITDA von 1,896 Milliarden Dollar gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie lediglich 1,152 Milliarden Dollar vorhergesagt.

Der Umsatzrückgang um 10 Prozent sei auf den Dollar zurückzuführen, da sich die meisten Währungen gegenüber dem «Greenback» abgeschwächt hätten, hiess es bei Syngenta. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um 3 Prozent gestiegen. Der EBITDA hätte zu konstanten Wechselkursen gar um 21 Prozent zugelegt.

Preiserhöhungen

Es sei gelungen, die Abwertung von Währungen in den Schwellenländern durch gezielte Preiserhöhungen weitgehend zu kompensieren, erklärte Syngenta-Chef Mike Mack. In Kombination mit Währungsabsicherungsgeschäften sei es gelungen, die Auswirkungen der Währungsschwankungen auf den EBITDA abzuschwächen.

Zudem habe das Sparprogramm Wirkung gezeigt. Im ersten Halbjahr habe Syngenta Einsparungen von 104 Millionen Dollar erzielt. «Damit sind wir auf Kurs, um die für 2015 als Ziel gesetzten 265 Millionen Dollar zu erreichen», hiess es weiter. Zur Abwehrschlacht gegen den US-Riesen Monsanto liess Syngenta nichts verlauten im Communiqué. Monsanto bietet 45 Milliarden Dollar für Syngenta und eine Gebühr von 2 Milliarden Dollar, sollte eine Übernahme am Widerstand der Kartellbehörden scheitern.

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