5.11.2015 15:44
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Eier
Eier-Importe steigen rasant an
Der Veredelungsverkehr wird im Agrarmarkt vermehrt genutzt. Das schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in seinem Marktbericht Eier. Ein Hauptgrund sei, dass es kein Geld mehr aus dem Schoggigesetz für den Rohstoffpreisausgleich bei Eiern gebe.

Einer der Grüne sei, um an günstigen Rohstoff für Exportprodukte zu gelangen (aktiver Veredelungsverkehr aVV), oder auch, um fehlende Verarbeitungskapazitäten im Inland zu kompensieren (passiver Veredelungsverkehr pVV). Während der pVV im Eiermarkt keine grosse Bedeutung hat, werde insbesondere der aVV im Eiermarkt – im Gegensatz zu vielen anderen Bereichen in der Nahrungsmittelbranche – nicht punktuell, sondern zunehmend systematisch angewendet, heisst es weiter. Ein Vergleich Importe und Re-Exporte von 2010 und 2014 habe gezeigt, dass mehr Eier und Eiprodukte im aVV exportiert wurden. Die Zunahme betrug rund +60 %.

Die Importe stiegen seit 2012 ebenfalls an. Aus Sicht von Marktexperten in der Verarbeitungsindustrie nutzen inländische Verarbeitungsunternehmen häufiger den aVV, da seit 2012 keine Ausfuhrbeiträge gemäss „Schoggigesetz“ für den Rohstoffpreisausgleich bei Eiproduktexporten ausgerichtet werden. Das besondere Verfahren beim aVV (automatische Bewilligung und vereinfachte Administration bei der Zollrückerstattung) bietet Planungssicherheit für die Exporteure, welche beim früheren Rohstoffausgleich durch das „Schoggigesetz“ nicht immer in gleichem Mass gegeben war. Die absolute Wertschöpfung beim aVV hingegen hat abgenommen. So sanken sowohl beim Import als auch beim Re-Export die Preise pro Einheit (-20 %). Marktexperten erklären die Beobachtung mit der generellen Situation der internationalen Preise sowie der Veränderung des Wechselkursverhältnisses.

Aus Sicht von Marktexperten in der Verarbeitungsindustrie nutzen inländische Verarbeitungsunternehmen häufiger den aVV, da seit 2012 keine Ausfuhrbeiträge gemäss „Schoggigesetz“ für den Rohstoffpreisausgleich bei Eiproduktexporten ausgerichtet werden. Das besondere Verfahren beim aVV (automatische Bewilligung und vereinfachte Administration bei der Zollrückerstattung) bietet Planungssicherheit für die Exporteure, welche beim früheren Rohstoffausgleich durch das „Schoggigesetz“ nicht immer in gleichem Mass gegeben war.

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