10.05.2019 08:42
Quelle: schweizerbauer.ch - awp
Handel
Einkaufszentren schrumpfen weiter
In den Schweizer Einkaufszentren wird immer weniger eingekauft. Im letzten Jahr sind die Verkäufe laut einer Studie des Marktforschers GfK in vielen kleineren Einkaufszentren stark geschrumpft. Geringere Umsatzeinbussen verzeichneten derweil die grossen Konsumtempel.

Viele der 191 Schweizer Shopping-Center seien in die Jahre gekommen, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie hiess. Gesamthaft verbuchten alle Einkaufszentren zusammen im letzten Jahr ein Umsatzminus von 0,9 Prozent. Gleichzeitig schrumpften die Verkaufsflächen erstmals ebenfalls.

Unter den grössten zehn Einkaufsmeilen schaffte nur die Hälfte im Vergleich zu 2017 ein Plus bei den Verkäufen. Dazu zählen laut GfK das Emmen Center, das Sihlcity Zürich, das Shoppyland Schönbühl, die Shopping Arena St.Gallen und das Westside Bern. Generell lasse sich sagen, dass der Schweizer Shopping-Center Markt gesättigt sei und kaum Neuprojekte entstünden.

Weniger einkaufen, mehr essen

Das Angebot in den Einkaufszentren verschiebe sich zudem hin zu mehr Dienstleistungsangeboten. Aber auch das Gewicht der Gastronomie nehme immer weiter zu: «Während Ladenformate im Bereich Fashion schliessen, ziehen Dienstleister und Gastronomen in die Shopping-Center ein und helfen mit, die Leerstandsquoten gering zu halten», schrieb GfK zu den neuesten Zahlen.

Etwas besser läuft es für Läden an grossen Verkehrsknoten: «Die Top 5 Bahnhöfe der Schweiz und der Flughafen Zürich spielen weiterhin in einer eigenen Liga», hiess es dazu. Steige etwa das Passagierwachstum in Zürich weiter an, könnte der Flughafen mit der für 2020 geplanten Eröffnung von «The Circle» in Zukunft unter den umsatzstärksten Einkaufszentren rangieren. 

 

 


SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE