14.03.2013 07:41
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Emmi
Emmi lanciert naturreines Joghurt ohne Hilfstoffe
Mit Jogurtpur lanciert Emmi ein Jogurt, das aus nur gerade drei Zutaten besteht: Jogurt, Früchte und Zucker. Es wird komplett auf Zusatzstoffe verzichtet. Doch bei der Herkunft der Rohstoffe gibt sich Emmi etwas weniger transparent.

"Grundlage dieser neuen Jogurt-Generation ist ein neues Herstellverfahren, welches Emmi einen technologischen Vorsprung gegenüber ihren Mitbewerbern verschafft", heisst es in einer Mitteilung. Wie Befragungen bei Konsumentinnen und Konsumenten ergeben habe, stehe Natürlichkeit an der Spitze der weltweiten Trends im Lebensmittelbereich. Lebensmittel ohne Zusatzstoffe und E-Nummern seien vielen ein wichtiges Anliegen. Darüber hinaus müssten die Produkte selbstverständlich gut schmecken, lange haltbar und unkompliziert in der Handhabung sein.

Reines Produkt

Die Schwierigkeit ein Jogurt ohne Zusätze, wie z.B. Farbstoffe, Stabilisatoren und Aromen herzustellen, bestehe darin, dass es trotzdem ein volles Aroma, eine cremige Textur und eine Mindesthaltbarkeit von 35 Tagen aufweise. Früchte pur Emmi Jogurtpur weist mit 12 bis 13 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Fruchtanteil auf - herkömmliche Jogurts haben im Durchschnitt 6 bis 8 Prozent Fruchtanteil, heisst es weiter.

Weniger transparent bei Herkunft

Punkto Herstellung der Jogurts zu 100 Prozent aus nur drei Rohstoffen ist Emmi also naturnah und transparent. Etwas weniger transparent ist man beim grössten Schweizer Milchverarbeiter bei der Deklaration der Herkunft der Rohstoffe. Dies, obschon im Emmi-Logo stolz das Schweizer Kreuz prangt. Während beim Rohstoff Milch die Herkunft Schweiz angegeben ist, fehlt die Herkunftsangabe bei den Früchten und beim Zucker, die einen Gewichtsanteil von 13 Prozent, bzw. 9 Prozent am fertigen Jogurt haben.

"All unser Zucker stammt derzeit grösstenteils aus der Schweiz", sagt Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker auf Anfrage. Generell müsse Emmi bei der Beschaffung der Rohstoffe flexibel sein. "Gerade für Jogurtpur müssen die Früchte eine aussergewöhnlich hohe Qualität aufweisen, weil das Produkt sonst geschmacklich nicht den Konsumentenanforderungen entspricht. Auf eine Deklaration der Herkunft verzichten wir deshalb", erlärt Umiker.

"Die Früchte in Jogurtpur stammen derzeit aus Ost- und Südosteuropa", sagt Umiker gegenüber schweizerbauer.ch. Um die richtigen Früchte für das für Jogurtpur verwendete Verfahren zu finden, haben die Entwickler gut ein Jahr benötigt.

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