9.02.2015 07:05
Quelle: schweizerbauer.ch - gro
Holz
Energieholzpreise haben kaum auf tieferen Euro-Kurs reagiert
Einige Waldbesitzer und Forstunternehmer haben auf die währungsbedingt gesenkten Holzpreise reagiert und ihre Schläge eingestellt. Am stärksten unter dem tiefen Euro-Kurs leidet gemäss Stefan Flückiger, Geschäftsführer der Berner Waldbesitzer, die Massenware (B/C- und Industrieholz).

«Bei den qualitativ hochstehenden Sortimenten gibt es kaum Preisrücknahmen», weiss er. Die Weisstanne sei etwas stärker von Preissenkungen betroffen als die Fichte. Die Buchenexporte (Stammholz) sind unmittelbar betroffen, verzeichneten aber laut Flückiger vor der Aufgabe des Mindestkurses im Schnitt auch höhere Erlöse als im Inland.

Kaum auf die veränderte Währungssituation reagiert hat das Energieholz. «Wo Preisdruck beim Energieholz gemacht wird, muss geprüft werden, inwiefern der Käufer die aktuelle Situation ausnutzen will», stellt der Geschäftsführer klar. Grundsätzlich ist die zukünftige Entwicklung auf dem Holzmarkt zurzeit sehr schwierig einzuschätzen, sind sich Branchenkenner einig.

Die Taskforce Wald+Holz+Energie, bestehend aus den Verbänden der Holzinsdustrie, Holzenergie und Forstunternehmer, appelliert in einer Mitteilung an die Waldbesitzer, sie in den kommenden Monaten auf Vorjahresniveau zu beliefern. Die zuverlässige Holzversorgung der Werke ist in dieser herausfordernden Situation umso bedeutsamer. Die Schweizer Rohholzverarbeiter kämpfen um den Erhalt ihrer Marktanteile und um die Arbeitsplätze in der Branche.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE