14.10.2018 17:58
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz.info/lid
Europa
EU: Milchproduktion steigt
Die Milcheinlieferungen an die Molkereien und Käsereien dürften in diesem Jahr in der EU um 0,8 Prozent höher ausfallen. .

Diese Steigerung der Milchproduktion  gegenüber dem Vorjahr geht aus dem   «Short Term Outlook 2018/2019» hervor, den die EU-Kommission bei der jüngsten Sitzung der Milchmarkt-Beobachtungsstelle in Brüssel vorgelegt hat.

Zweite Jahreshälfte tiefer

Im Frühling wurde das Anlieferungsplus noch etwas höher prognostiziert, aber die Folgen der extremen Trockenheit in mehreren Regionen Europas (Futtermangel und vermehrte Schlachtungen von Milchkühen) werden laut Kommission dazu führen, dass in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Anlieferungen um 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen und so den Jahresschnitt drücken werden.

Irland erwartet Minus

Dabei wird die Entwicklung in den Mitgliedsländern durchaus unterschiedlich sein: Während in Deutschland, Italien, Spanien und Polen ein deutlicher Zuwachs in der Produktion (2 bis 3%) erwartet wird, geht man vor allem in Irland und in den Niederlanden von einem Minus aus.

Die EU-Milcheinlieferungen lagen im Juli 2018 um 1,1% über dem Vorjahresniveau. Von Januar bis Juli 2018 fielen sie um 1,7% grösser aus als im Vergleichszeitraum 2017. Trotz der extremen Trockenheit im Sommer nahm die Milchmenge in Belgien, Deutschland, Polen, Grossbritannien und Frankreich zu, der Fett- und Eiweissgehalt der Rohmilch war jedoch rückläufig. Demgegenüber wurde vor allem in Litauen, Lettland, Schweden, Finnland, Irland und in den Niederlanden eine geringere Produktion gemeldet.

Steigende Preise

Die Produzentenpreise für Milch sind im August in den führenden Molkereien der EU im Schnitt auf 34,37 Cent pro Kilo gestiegen. Das entspricht einem Plus von 0,47 Cent. Der Preis lag jedoch um 2,04 Cent tiefer als im August 2017. Die meisten erfassten Molkereien hoben ihre Produzentenpreise an, keine senkte den Preis. Für September und haben laut dem niederländischen Landwirteverband LTO mehrere Molkereien höhere Preise angekündigt. Darunter die grossen Arla, Friesland Campina und DMK. Der LTO-Durchschnittswert wird monatlich auf der Basis der Auszahlungsleistungen von 17 marktführenden Milchverarbeitern in Nord- und Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiss errechnet.

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