30.06.2016 08:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Devisen
Euro und Pfund legen wieder zu
Der Eurokurs hat am Mittwoch an die Erholung vom Vortag angeknüpft und ist über 1,11 US-Dollar gestiegen. Nach der Talfahrt infolge der Entscheidung der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union stabilisieren sich die Märkte damit weiter.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1119 Dollar gehandelt. In der Nacht war sie noch zeitweise bis auf 1,1049 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1090 (Dienstag: 1,1073) US-Dollar fest. Auch zum Franken stabilisierte sich der Euro weiter und bewegte sich Richtung 1,09 Franken.

«Die Märkte erkennen zunehmend, dass die Auswirkungen des Brexit auf die Eurozone nicht so stark sind wie zunächst befürchtet», sagte Stephan Rieke, Devisenexperte von der BHF-Bank. «Es gibt keine Hinweise dafür, dass sich die sogenannte Dominotheorie bestätigt.» Einige Beobachter hatten befürchtet, dass weitere Länder Grossbritannien folgen könnten. Dafür gebe es jedoch keine Hinweise. Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen für Grossbritannien könnten sogar abschreckend auf Populisten in anderen Ländern wirken.

Noch deutlicher legte am Mittwoch das britische Pfund zu. Die britische Währung wurde bei 1,3526 Dollar gehandelt. Am Montag hatte das Pfund mit 1,3121 Dollar den niedrigsten Stand seit dem Jahr 1985 erreicht. «Insgesamt zeigt sich, dass es keinen Grund zur Panik gibt», sagte Rieke. Schliesslich seien die Aktienmärkte zu Jahresbeginn deutlich stärker gefallen als an den Tagen nach der britischen Entscheidung. Die wirtschaftlichen Folgen für Grossbritannien dürften sich erst nach und nach zeigen.

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