3.03.2017 11:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fleischmarkt
Fleisch-Bruttomargen steigen weiter
Im vergangenen Jahr sind die Bruttomargen für Verarbeiter und Detailhandel beim Rind- und Kalbfleisch zum fünften Mal in Serie gestiegen. Die gestiegenen Margen sind auf höhere Konsumentenpreise zurückzuführen.

Der langfriste Trend zu höheren Bruttomargen setze sich fort, schreibt das Bundesamt für Landwirtschaft in seinem jüngsten Marktbericht Fleisch. Ebenfalls gestiegen ist die Bruttomarge beim Schweinefleisch.

Bei Rind- und Schweinefleisch sind 2016 die Produzentenpreise gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % respektive 8,3 % gestiegen. Während beim Rindfleisch die Schlachtmengen gestiegen sind, ist die Produktion von Schweinefleisch 2016 aufgrund der hohen Schlachtmengen der Vorjahre gesenkt (Schweinzyklus) worden.

Gemäss BLW lassen sich die höheren Bruttomargen mit höheren Nettoeinnahmen und damit verbunden höheren Konsumentenpreisen erklären. Beim Rindfleisch verteuerten sich beispielsweise die Preise für Entrecôte um 6,3%, für Plätzli um 6,2% und jene für Geschnetzeltes um 5,8%. Beim Schwein verteuerten sich beispielsweise die Preise für Hals- und Stozenplätzli um 9,4 respektive 8,1 Prozent.

Die Kalb- und Lammfleisch-Produzenten mussten im vergangenen Jahr leicht tiefere Preise (-1,1 % bzw. -1,6 %) in Kauf nehmen. Dabei sind beim Lamm auch die Nettoeinnahmen gesunken (-0,5 %), wohingegen die Nettoeinnahmen beim Kalbfleisch einen leichten Anstieg von +0,8 % verzeichneten.

Massgeblich verantwortlich für den Rückgang der Bruttomarge beim Lammfleisch ist der geringere Importvorteil (-18 % bzw. -1,07 CHF pro kg SG gegenüber 2015), hält das BLW fest. Hauptgrund sind die um 5,7 % auf 4’663 Tonnen gestiegenen Inlandschlachtmengen (mehr Schlachtungen und höhere Durchschnitts-Schlachtgewichte).

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE