3.02.2015 06:43
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fleischmarkt
Fleisch: Detailhandel mit höherer Marge
2014 stiegen die Bruttomargen für nachgelagerte Verarbeitungssektoren des Fleischmarktes. Die Einstandspreise für Schwein, Rinds- und Kalbsfleisch lagen deutlich tiefer als im Vorjahr. Einzig beim Lammfleisch sank die Marge, dies wegen höherer Einstandspreisen.

Bei Rind- und bei Kalbfleisch lagen die Einstandspreise 2014 tiefer als im Vorjahr (-1,8% bzw. -0,8%), ausgelöst durch die tieferen Produzentenpreise im Sommer (Kalb) und Herbst (Rind) gegenüber dem Vorjahresniveau, heisst es im jüngsten Marktbericht Fleisch des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Die Nettoeinnahmen im Detailhandel haben sich hingegen leicht erhöht (+0,2% bzw. +2,4%).

Bei Kalb- als auch bei Rindfleisch haben die tieferen Einstandspreise im Sommer sowie leicht höhere Nettoeinnahmen zum Anstieg der Bruttomarge geführt. Diese nahm beim Kalbfleisch um 5,9 Prozent oder 73 Rappen pro Kilo Schlachtgewicht (SG) zu. Beim Rindfleisch stieg die Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahr um 22 Rappen (+2%).

Im Schweinesektor sind die Einstandspreise in der Produktion mit -8,3 Prozent deutlich gesunken (auf 4.12 CHF/SG). Das hohe Lebendangebot stand einer deutlich tieferen Nachfrage gegenüber stand, dies vor allem während und nach der schlechten Grillsaison. Die Nettoeinnahmen im Detailhandel (+0,6% auf 10.34 CHF/ SG) hingegen sind leicht gestiegen, obwohl im letzten Quartal 2014 viele Verkaufsaktionen durchgeführt wurden. Damit erhöhte sich die Marge um 5,6 Prozent oder 33 Rappen pro Kilo SG

In der Gastronomie haben die tiefen Schweinepreise zu einer Erhöhung der Bruttomarge von 18,6 Prozent (46 Rp./kg SG) geführt. Beim Kalbfleisch wurde eine Erhöhung von 11,4 Prozent (72 Rp./kg SG) beobachtet, beim Rindfleisch betrug diese 5,7 Prozent (32 Rp./kg SG).

Einzig beim Lammfleisch wurde beim Detailhandel eine geringe Abnahme gegenüber dem Vorjahr feststellt (-0,8% auf 10.22 Fr./kg SG). Dies, weil die Einstandspreise (+7,9% auf 10,64 Fr.)  insgesamt trotz höherem Schlachtangebot zugenommen haben.

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