6.05.2016 14:54
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fleisch
Fleisch: Importe gewinnen an Bedeutung
Obwohl sich die Fleischimporte von 2014 auf 2015 vermindert haben, zeigt die langfristige Entwicklung auf eine steigende Bedeutung der Einfuhren hin. Treiber ist vor allem der Import von Geflügelfleisch.

Die mengenmässigen Fleischimporte unter Zollkapitel 02 sind im Jahr 2015  gegenüber 2014 um insgesamt 5,4 Prozent zurückgegangen. Massgeblich dafür waren die stark gedrosselten Einfuhren von Schweinefleisch (-80,5%) Dies seine eine Folge des hohen Inlandangebots, heisst es im jüngsten Marktbericht Fleisch des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW). Auch die Einfuhren von Rindfleisch (-4,8%) und Schlachtnebenerzeugnissen (-4,5%) haben sich vermindert. Gestiegen sind hingen die Importe von Geflügel (+0,4%) sowie Schaf- und Ziegenfleisch (+9,1%).

Werden die Einfuhren über 5-Jahresschritte verglichen, zeigt sich ein anderes Bild. Im Jahr 2015 wurde mengenmässig unter Zollkapitel 02 rund 31% mehr Fleisch importiert als noch im Jahr 2000. Die BLW-Experten machen in erster Linie die deutlich gestiegene Nachfrage nach Geflügelfleisch dafür verantwortlich. Die Einfuhren legten um 53 Prozent zu. Da die Inlandproduktion die Nachfrage nicht decken konnte, wurden die Importe erhöht.

Ebenfalls stark zugenommen haben die Einfuhren von Rindfleisch. Das Plus beträgt hier nicht weniger als 83,7 Prozent. Beim Schaf- und Ziegenfleisch wurde 2015 mengenmässig weniger (-14%) importiert als im Jahr 2000.

Der letztjährige Importrückgang von Schweinefleisch hingegen war kein kurzfristig aufgetretenes Phänomen, so das BLW. Durch die tendenziell höhere Inlandproduktion (+8 %, Selbstversorgungsgrad ca. 95 %) und dem tieferen Pro-Kopfkonsum als noch im Jahr 2000 hat die Bedeutung von Schweinefleischimporten insgesamt abgenommen. Auch die Rest-Importe (v.a Schlachtnebenprodukte vom Schwein) sind in den letzten 10 Jahren tendenziell gesunken.

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