8.08.2014 16:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fleischmarkt
Fleisch: Konsumenten zahlen mehr, Produzenten erhalten nur bedingt mehr
Im Juni 2014 zeigen die Schlachtmengen bei den verschiedenen Tiergattungen ausser bei den Schafen und den Schweinen gegen unten. Die Produzentenpreise erhöhten sich nur bei den Kühen und den Lämmern, im Laden mussten die Konsumenten aber ausser beim Rindfleisch mehr für Fleisch bezahlen.

Die Marktexperten des Bundesamtes für Landwirtschaft veröffentlichten am Freitag den Marktbericht Fleisch von Juni 2014. Untersucht wurden die Schlachtmengen der verschiedenen Tiergattungen sowie die Produzenten- und Konsumentenpreise.

Schlachtmengen beim Schwein und Lamm steigend

Gemäss BLW zeigen die Schlachtmengen bei den Kühen weiter gegen unten. Im Juni 2014 wurde im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang von 10,6 Prozent (360 Tonnen) auf 3027 Tonnen registriert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat beträgt das Minus 0,8 Prozent oder 23 Tonnen. Bei den Lämmern steigt die Schlachtmenge sowohl gegenüber dem Vormonat (+11 Tonnen) als auch dem Vorjahresmonat (+66 Tonnen) auf 330 Tonnen. Zu beachten ist aber, dass die Vorjahresdifferenz auch durch das höhere Schlachtgewicht (20,8 kg Schlachtgewicht (SG) pro Tier im Juni 2014 gegenüber 17,5 kg SG pro Tier im Juni 2013) bedingt ist.

Ebenfalls wurden mehr Schweine geschlachtet. Mit 18‘746 Tonnen liegt die Schlachtmenge im Juni 2014 um 1‘286 Tonnen Schlachtgewicht über dem Vorjahresmonat (+7,4%). Im Vorjahresmonatsvergleich beträgt das Plus 7,4 Prozent oder 718 Tonnen. Im Mai 2012 hingegen betrug die Schlachtmenge satte 19‘769 Tonnen oder 5,2 Prozent mehr als im Mai 2014. Beim grossen Bankvieh wurden gegenüber dem Vorjahr (+343 Tonnen bzw. +7,5%) ebenfalls höhere Schlachtmengen erzielt. Im Juni 2014 wurde eine Menge 4‘887 Tonnen registriert.

Preise: Tiefer für Bauern, höher für Konsument

Die Experten des BLW analysierten im Marktbericht auch die Produzentenpreise für das Schlachtvieh. Ausser bei den Kühen und den Lämmern sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Juni lag der Produzentenpreis für Schlachtkühe bei 6,54 Fr./kg SG  und damit 0,36 Fr./kg SG (+5,9 Prozent) über dem Vorjahresstand. Die seit Sommer 2012 aufsteigende Tendenz findet damit eine Fortsetzung. Der Preis für grosses Bankvieh notierte 0,10 CHF/kg SG (-1,1%) unter dem Vorjahresniveau und lag im Juni bei 9,53 Fr./kg SG. Der Preis bewegt sich seit 2011 seitwärts.

Für Bankkälber erhalten die Produzenten 0,74 Fr./kg SG (-5.5%) weniger als im Vorjahr. Der Preis lag im Juni bei 12,71 Fr./kg SG. Bei den Bankkälbern sind die üblichen saisonalen Schwankungen zu beobachten. Bankschweine gelten 0,05 Fr./kg SG (-1,0%) weniger als im Vorjahresmonat und kosten 5,31 Fr./kg SG. Der Lämmerpreis notiert mit 12,74 Fr./kg SG deutlich höher als im Juni 2013 (+0,83 Fr./kg SG oder +7,0%.

Die Konsumenten hingegen mussten für Fleisch meistens mehr bezahlen. Die Konsumentenpreise für Schweinefleisch lagen im Juni 2014 0,71 Fr./kg  oder 6,2 Prozent höher. Kalbfleisch wurde um 0,58 Fr./kg teurer (+2,1%) und kostete im Juni 2014 27,73 Fr./kg SG. Rindfleisch, als einzige Fleischsorte, kostete im Laden durchschnittlich 21,20 Fr./kg SG und damit -0.10 Fr./kg (-0,5%) weniger als im Vorjahr. Für Lammfleisch mussten die Konsumenten mit 22,08 Fr./kg SG rund 1,7 Prozent oder 0,38 Fr./kg mehr bezahlen.

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