17.02.2020 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Fleisch
Fleischkonsum wandelt sich
Der Fleischkonsum wandelt sich in der Schweiz laut der «NZZ am Sonntag». Die Zeitung beruft sich auf neue Zahlen des Marktforschungsunternehmens Nielsen, die sich auf Befragungen stützen und den Einkaufstourismus im grenznahen Ausland einbeziehen. Gekauft werden vermehrt Edelstücke.

So gingen im Jahr 2019 rund 217'287 Tonnen an Fleisch für den Heimkonsum über den Ladentisch. Seit dem Jahr 2017 sei die für den Heimgebrauch verkaufte Menge allerdings um rund 2,5 Prozent gesunken.

Obwohl mengenmässig zwar weniger gekauft wurde, blieb der Geldbetrag, den die Konsumenten für Fleisch ausgegeben haben, aber nahezu unverändert. Das waren vergangenes Jahr rund 4,9 Milliarden Franken - genauso viel, wie bereits im Jahr 2017. Daraus schliesst die Zeitung, dass Schweizer Konsumenten sich etwas seltener Fleisch gönnen, dafür aber Geld in bessere Qualität investieren - denn die Preise für Lebensmittel hätten sich in jüngster Zeit nicht stark verändert und die Bevölkerungszahl habe sich leicht erhöht.

Eine Veränderung gibt es auch bei den Vorlieben: Schweizer Poulet liegt weiter hoch in der Gunst der Konsumenten. Rückläufig ist der Konsum von Lamm- und Kalbfleisch. Schweinefleisch, Wurstwaren und Charcuterie gehören immer noch zu den beliebtesten Fleischsorten, doch der Absatz ist rückläufig.

Tierschutzorganisationen haben den Januar zum «Veganuary» erklärt, also zum veganen Januar. Die Fleischbranche gibt sich trotzdem zuversichtlich. Von einem Einbruch beim Konsum habe man nichts bemerkt, sagt Ruedi Hadorn, Direktor des Schweizer Fleischfachverbandes, zur «NZZ am Sonntag». Die Schweizerinnen und Schweizer seien ausgeprägte Edelstück-Konsumenten. 

Es sei ähnlich wie beim Fliegen, folgert die Zeitung. Konsumentinnen und Konsumenten seien zwar sensibiliert für grüne Themen, verzichten wolle man aber ungern.

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