24.02.2016 13:55
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Devisen
Franken wird wieder stärker
Der Franken ist am Mittwoch zum Euro auf den höchsten Stand seit sechs Wochen geklettert. Zuletzt schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone drückten die Gemeinschaftswährung. Zudem profitierte der Franken angesichts der Talfahrt an den Aktienbörsen von seinem Ruf als sicherer Hafen.

Der Euro sank auf 1,0894 Franken. Zu Wochenbeginn kostete ein Euro noch bis zu 1,1025 Franken. Seit einigen Tagen zeigt der Schweizer Franken in einem unsicheren und volatilen Börsenumfeld aber Aufwertungstendenzen. Am 4. Februar gab der Franken allerdings deutlich und sehr vorübergehend nach und der Euro stand bei auf 1,12 Franken.

Für Verunsicherung sorgten nach Einschätzung der Experten der Valiant Bank Äusserungen des Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Thomas Jordan. Er hatte am Dienstag gewarnt, Notenbanken könnten ihre lockere Geldpolitik nicht unbegrenzt weiterführen.

«Damit wollte der SNB-Präsident wohl einfach auf die bekannte, mit einer unkonventionellen Geldpolitik verbundene Problematik hinweisen. Aber aus dem Mund eines Chefs einer Notenbank tönt das wie eine Kapitulationserklärung», schrieben die Valiant-Analysten.

Bereits am Vortag hatte der Franken nach den Äusserungen Jordans seine Gewinne ausgebaut. Die starke Währung ist der SNB jedoch ein Dorn im Auge, denn sie schwächt die exportorientierte Industrie. Die Notenbank versucht den Franken daher mit Negativzinsen und Devisenmarktinterventionen zu schwächen.

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