11.11.2016 14:28
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Frühkartoffeln
Frühkartoffelkonzept wird unverändert weitergeführt
Die Vertreter von Produktion und Handel haben das Frühkartoffelkonzept 2017 verabschiedet. Das Konzept bleibt gemäss einer Mitteilung der Branchenorganisation Swisspatat zu den Vorjahren unverändert.

 Ziel sei auch für 2017 eine möglichst bedarfsgerechte Anbauplanung im Bereich der neuerntigen Kartoffeln zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt auf einer möglichst frühen Marktversorgung mit vorwiegend schalenfesten, neuerntigen Kartoffeln.

Die volle Versorgung des Marktes mit schalenfesten, inländischen festkochenden Kartoffeln (grüne Linie) während der Übergangsphase von Lagerkartoffeln zu den neuerntigen inländischen Kartoffeln stellt die Branche jedes Jahr von neuem vor eine grosse Herausforderung. Damit der Markt möglichst früh mit Schweizer Frühkartoffeln bedient werden kann, ist es wichtig, dass in den frühen Gebieten auch frühreife Kartoffelsorten angebaut werden. Der Informationsaustausch ist auch dieses Jahr dank einer pro-fessionellen Planung und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit positiv verlaufen.

Schalenlose Ware als Spezialität

Schalenlose Frühkartoffeln der Sorten Lady Christl und Agata wurden auch dieses Jahr bei den Grossverteilern als Spezialität vermarktet. Das hat sich bewährt und soll so weitergeführt werden. Das Marktpotenzial ist jedoch sehr beschränkt und die Artikelpflege in der Verkaufsstelle ist durch die kurze Haltbarkeit sehr aufwändig. Die beiden Sorten sollen nach dem Start so rasch wie möglich und bis im Juli in vorwiegend schalenfester Qualität in der braunen Verpackung angeboten werden. Anschlies-send folgt die Ernte der frühreifen festkochenden Sorten, die zuerst im braunen und dann im grünen Beutel in den Verkauf kommen.

Meldewesen als wichtiges Instrument

Das Meldewesen Frühkartoffeln der Schweizerischen Zentralstelle für Gemüsebau und Spezialkulturen (SZG) liefert wichtige Informationen zur Erfassung der Angebotssituation und ist damit ein unverzichtbares Instrument, um diesen Balanceakt besser meistern zu können.
Die Frühkartoffelproduzenten werden daher gebeten, auch im 2017 ihre Meldungen zuverlässig und fristgerecht einzureichen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag an die Frühkartoffelkampagne.

Bio-Frühkartoffeln

Auch bei den Bio-Kartoffeln hat sich das Vermarktungskonzept bewährt. Es wird daher im 2017 unverändert weitergeführt. "Trotz der kleinen Ernte 2016 darf die Frühkartoffelfläche für die Kampagne 2017 nicht ausgedehnt werde und die Flächen- und Sortenplanung ist zwingend mit dem Abnehmer abzusprechen. Dies gilt sowohl für den konventionellen, wie auch für den Bio-Frühkartoffelanbau", schreibt Swisspatat.

Über den detaillierten Ablauf der Frühkartoffelkampagne informiert swisspatat wieder vor Kampagnen-Beginn im Frühling 2017.

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