29.07.2016 17:02
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Gastrobetriebe verkaufen mehr Milch
In den ersten fünf Monaten 2016 haben die Gastronomie-Betriebe ihre Gäste mehr Konsummilch verkaufen können. Die Menge stieg um 1,7 Prozent. Dies geht aus dem jüngsten Marktbericht Milch des Bundesamts für Landwirtschaft hervor.

Beim Liefer- und Abholgrosshandel (LAGH) decken sich viele Gastronomen mit Produkten ein, unterem auch mit Milcherzeugnissen. Zwischen Januar und Februar wurde 1,7 Prozent mehr Konsummilch abgesetzt, der Umsatz reduzierte sich aufgrund der tieferen Preise um 1,9 Prozent. Genaue Zahlen wurden von den BLW-Experten nicht genannt. Im Detailhandel hingegen waren die Verkaufsmengen in den ersten fünf Monaten rückläufig. Teilentrahmte Milch wurden am meisten verkauft.

Die grössten Zuwachsraten bei den Verkaufsmengen im LAGH wurden beim UHT-Milchdrink (+4,9 %), der UHT-Vollmilch (+1,5 %) und dem Past-Milchdrink (+1,6 %) verzeichnet. Deutlich rückläufig waren die Verkaufsmengen bei der UHT-Magermilch (-4,5%)  sowie bei der UHT-Vollmilch (-3%). Die Preise waren bei sämtlichen beobachteten Sorten von Konsummilch, ausser bei der Past-Vollmilch, rückläufig. Der stärkste Rückgang wurde bei der UHT-Vollmilch beobachtet, was den Rückgang des Umsatzes erklärt. Gemäss BLW-Bericht lag der Durchschnittspreis sämtlicher Sorten bei 1.22 Fr./l, rund 3,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die mit Abstand wichtigste Milchsorte für den Gastrokanal ist die UHT-Vollmilch. Der Marktanteil bei der Menge beträgt 73,9%, beim Umsatz 72,3%. Auf Rang 2 folgt der UHT-Milchdrink (13,7% Menge bzw. 13,2% Umsatz). Die UHT-Milch hat deshalb einen Marktanteil von über 86 Prozent, weil sie günstiger und länger haltbar ist. Zwischen Januar und Mai 2016 kostete Past-Vollmilch durchschnittlich 1.45 Fr./l, UHT-Vollmilch hingegen nur 1.19 Fr./l, heisst es im Bericht.

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