10.03.2014 17:52
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Fleischmarkt
Gesunder Schweinemarkt – kränkelnder Lammmarkt
Auf den Schlachtviehmärkten herrscht vor allem im Schweine- und Kuhfleischsegment eine erfreuliche Marktsituation. Der Produzentenpreise bei den Schweinen lag im Januar trotz höherem Schlachtaufkommen 30 Rappen über dem Vorjahreswert. Für Kühe erhielten Bauern im Januar 2014 im Vergleich zum Vorjahr über 20 Prozent mehr pro Kilo Schlachtgewicht.

Der Fachbereich Markt des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) publizierte am Freitag den jüngsten Marktbericht Fleisch. Die Experten untersuchten Schlachtmengen sowie Produzenten- und Konsumentenpreise.

Die Analyse zeigt, dass sich vor allem der Schweinesektor positiv im Sinne der Mäster entwickelt. Im Vergleich zu Januar 2012 und 2013 wurden im Januar 2014 mehr Tiere geschlachtet. In Tonnen Schlachtgewicht (SG) ausgedrückt lag im Januar 2014 im Vergleich zur Vorjahresperiode die Produktion um 918 Tonnen (+4,3%) im Plus. Insgesamt wurden 22‘426 Tonnen Schweinefleisch produziert.

Trotz dieser Mehrproduktion stieg der Produzentenpreis um 0,31 Rp./kg SG. Auch die Konsumenten mussten tiefer in die Tasche greifen. Die Zunahme betrug für sie 10 Prozent (+1,09 Fr./kg).

Produzentenpreis für Schlachtkühe steigt um 21 Prozent

Auch im Segment „Grosses Bankvieh“ (Muni, Ochsen und Rinder) wurden mehr Tiere geschlachtet. Die Zunahme fällt im Januar 2014 im Vergleich zu 2013 (+5%) und 2012 (6,2%) deutlich aus. In diesem Jahr wurden 5‘534 Tonnen Rindfleisch produziert. Der Produzentenpreis ist im Vergleich zum Vorjahresmonat aber leicht um 1 Prozent (-0,09 Rp./kg) gefallen. Im Laden müssen die Konsumenten aber durchschnittlich 2 Prozent (0,32 Rp./kg) mehr bezahlen.

Der seit Monaten ausgetrocknete Markt für Schlachtkühe schlägt sich auch auf höhere Produzentenpreise nieder. Im Vergleich zu Januar 2013 schlugen die Preise deutlich nach oben aus. Gemäss den BLW-Analysten lag der Preis im Januar 2014 1,05 Fr./kg SG oder um 21 Prozent höher. Die Schlachtmengen sind aber ganz leicht um 0,8 Prozent gestiegen auf 5047 Tonnen gestiegen. An der Unterversorgung wird sich in den kommenden Monaten nichts ändern. Deshalb ist weiterhin mit grossen Importmengen zu rechnen.

Lammmarkt serbelt

Für die Jahreszeit entsprechend gute Produzentenpreise wurden auch bei den Bankkälbern beobachtet. Nach Weihnachten sinken die Preise aus saisonalen Gründen jeweils deutlich. Im Januar 2014 erhielten die Bauern 4 Prozent (0,58 Rp./kg SG) mehr für Kalbfleisch als im Januar 2013. Die Schlachtmenge reduzierte sich minim (im Vergleich zu 2013 um 0,4% und 2012 um 1,3%). Im Laden lagen die Konsumentenpreise im Januar 2014 um 1,55 Fr./kg oder 6 Prozent höher als im Vorjahresmonat.

Im Lammfleischmarkt sind die Zeiten für hiesige Produzent alles andere als goldig. Im Dezember und auch im Januar lag die Schlachtmenge bei den Schafen deutlich über dem Vorjahr. Die Produzentenpreise notierten im Januar 0.87 Fr./kg Schlachtgewicht tiefer. Im Detailhandel stiegen aber die Konsumentenpreise für inländisches Lammfleisch 0.85 Fr./kg höher als vor einem Jahr.

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