31.08.2017 08:51
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Österreich
Grösste Molkerei zahlt erneut mehr
Ab dem 1. September erhöht die Berglandmilch, die grösste Molkerei Österreich, den Produzentenpreis für Milch bereits zum 6. Mal in diesem Jahr. Das Unternehmen begründet dies mit der verbesserten internationalen Marktlage.

Die rund 11'000 Milchbauern, die der Berglandmilch angeschlossen sind, erhalten ab September mehr Milchgeld. Dieses steigt um 1.36 Cent auf 42.83 Cent je Kilo brutto (48.9 Rp.). Ausbezahlt nach Abzügen wird ein Milchpreis von 37.90 Cent (43.20 Rp), das ist eine Erhöhung um 1.2 Cent (1.4 Rp.). Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Begründet wird die sechste Erhöhung des Jahres mit der Stabilisierung der internationalen Marktlage. Das letzte Jahr sei für die Bauern zudem ein besonders schweres gewesen, erklärt Josef Braunshofer, Geschäftsführer der Berglandmilch. Weiter sei die Nachfrage nach österreichischer Milch im Ausland konstant. Über 30 Prozent der Milch gehen in den Export.

Doch auch veränderte Ernährungstrends werden ins Feld geführt. Butter werde als Fettkomponente wieder mehr geschätzt, so Braunshofer. Auch der starke Anstieg der Butterpreise in Europa wirken sich positiv auf den Produzentenpreis aus.

Berglandmilch erzielte 2016 einen Umsatz von rund 830 Mio. Euro (913 Mio. Fr.). Die Genossenschaft betreibt elf Werke und beschäftigt rund 1’500 Mitarbeiter. Die Milchlieferanten sind auch Eigentümer der Genossenschaft. 2016 verarbeitete Berglandmilch rund 1,3 Milliarden Kilo Milch. Die grösste Molkerei Österreichs ist am Markt mit den Marken Schärdinger, Desserta, Tirol Milch, Lattella, Landfrisch, Stainzer, Alpi und Alpiland präsent. Produziert werden über 350 Artikel in den Bereichen Frischprodukte, Milch, Käse, Butter und Joghurt.

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