Freitag, 23. April 2021
10.04.2019 16:13
Milchmarkt

Heumilch Schweiz wächst

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Der Verein Heumilch blickt auf ein erfolgreiches 2018 zurück. Die Anzahl Produzenten und Verarbeiter haben um 91 Mitglieder zugenommen. Die Milchmenge wurde um 45 Prozent gesteigert. Und erste Produkte wurden ins Ausland exportiert.

An der zweiten Delegiertenversammlung von Dienstag gab sich Heumilch-Präsident Walter Münger zufrieden. Es wurden 5 neue Milchverarbeiter mit 86 Milchproduzenten in den Verein aufgenommen (total 91). Ende Jahr umfasste Heumilch Schweiz 26 Milchverarbeiter und 259 Milchproduzenten. «Der grösste Teil der Bauern ist in der Zentralschweiz beheimatet», sagt André Bernet, Geschäftsleiter von Heumilch Schweiz, auf Anfrage zu schweizerbauer.ch. Der Heumilchrichtpreis bei der gelben und weissen Linie liegt bei 73 Rappen (franko Rampe).

Die beitragspflichtigen Milchmenge wurde 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf über 10 Millionen Kilo gesteigert. Die Vision von Heumilch Schweiz sind jährlich 100 Millionen Kilo. Für 2019 ist eine Steigerung um 50 Prozent auf 15 Millionen Kilo als Ziel definiert. «Wir sind auf Kurs», so Bernet. Der wichtigste Verkäufer von Heumilch-Erzeugnissen ist Coop. Im April 2018 nahm die Detailhändlerin 20 Produkte unter der Eigenmarke Heumilch ins Sortiment auf. 

2018 konnte der Verein zudem erste Produkte nach Deutschland und in die USA exportieren. «Es handelt sich hierbei um Käse», sagt Bernet zu schweizerbauer.ch. Erfolgreich war die Heumilch auch an den Swiss Cheese Awards. Der beste Emmentaler der Schweiz ist der Heumilch-Emmentaler von der Käserei Neudorf. In der grössten Kategorie «Übrige Halbhartkäse» holte der Küssnachter Dorfkäserei den Sieg.

Am 14. Juli 2016 wurde der Verein Heumilch Schweiz aus der Taufe gehoben. Heumilch wird ohne Silofutter produziert. Die Kühe fressen hauptsächlich Gras und Heu. 

Anforderungen Heumilch

Heumilch Schweiz verfolgt im Vergleich zu Heumilch Österreich höhere Standards, das sogenannte Heumilchregulativ der Schweiz ist strenger. So müssen die Schweizer-Betriebe zwingend das Produktionssystem der Graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion (GMF) erfüllen. Die Kühe müssen regelmässigen Auslauf im Freien (Raus) haben. Die Verfütterung von Kartoffeln ist weiterhin nicht erlaubt.

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