29.01.2015 09:02
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Hochdorf
Hochdorf: 12% mehr Milch verarbeitet
Der Nahrungsmittelhersteller Hochdorf kann für 2014 mit einem zweistelligen Umsatzwachstum aufwarten. Dafür sorgten insbesondere höhere Milchpreise, die weitgehend auf die Verkaufspreise überwälzt werden konnten. Hochdorf verarbeitete 12 Prozent mehr Milch in der Schweiz.

In den Werken der Hochdorf-Gruppe wurden 2014 knapp 507 Mio. kg Milch, Molke und Permeat verarbeitet, das sind 11,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Milchverarbeiter macht dafür die höheren Milchmenge in der Schweiz und die Mengeneinschränkungen beim Emmentaler verantwortlich. 

Wenig Infos zu Litauen-Werk

2014 wurde in den Schweizer Werken rund 12 Prozent mehr Milch verarbeitet. Insgesamt verarbeitete Hochdorf 335,6 Mio. kg inkl. Lohntrocknungen verarbeitet. Das Verkaufsvolumen erhöhte sich um 8,1% auf 99‘155 Tonnen (2013: 91‘699 Tonnen). Informationen zum Produktionswerk in Litauen blieben spärlich. Das Unternehmen teilt lediglich mit, dass das Russland-Embargo eine wichtige Rolle spielte.

Die Ertragszahlen hätten im ersten Halbjahr 2014 nach dem guten Geschäftsjahr 2013 weiter verbessert werden können, teilt Hochdorf weiter mit. Mit den Ertragszielen für das ganze Jahr dürften in der Hochdorf-Gruppe neue Rekordwerte gesetzt werden, lässt sich Konzernchef Thomas Eisenring in der Mitteilung vom Donnerstag zitieren.

Höhere Verkaufspreise

Positiv entwickelte sich bei Hochdorf der Umsatz. Im Geschäftsjahr 2014 verkaufte das Unternehmen Produkte im Wert von gut 429 Mio. Franken. Das sind über 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Wachstum resultierte aus den höheren Milchpreisen, die weitgehend mit höheren Verkaufspreisen am Markt umgesetzt wurden, und aus den höheren Mengen, die verarbeitet und verkauft wurden, so Hochdorf.

Grössere Ambitionen mit einem Wachstumsziel von 18 bis 22 Prozent hegte Hochdorf im Kleinkindergeschäft. Hier stieg der Umsatz 2014 um gut 16 Prozent auf 110 Mio. Franken und damit erstmals auf über 100 Mio. Fr. Hauptverantwortlich für das Nichterreichen des Ziels seien die Abfüllkapazitäten, erläuterte Eisenring. Dadurch sei 2014 rund ein Monatsumsatz verloren gegangen.

2015 wird anspruchsvoll

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich das Unternehmen nicht ganz so zuversichtlich. Der tiefe Milchpreis, die Unsicherheiten auf dem internationalen Milchmarkt und die Aufhebung des Euro-Mindestkurses würden ein anspruchsvolles Jahr verheissen.

Die Luzerner expandieren dafür in Ostdeutschland. Um die Produktion von Babynahrung auszuweiten, übernahm Hochdorf vergangenen September unter anderem 60 Prozent an der Uckermärker Milch GmbH. In den kommenden Jahren will das Unternehmen 20 bis 25 Mio. Fr. in die Babynahrungs-Produktion investieren.

In der Uckermärker Milch mit Sitz in Prenzlau habe Hochdorf eine Firma gefunden, deren Trockenmilchwerk zu einem Werk für Babynahrung ausgebaut werden könne, erklärte Hochdorf-Chef Thomas Eisenring damals. Die Uckermärker Milch GmbH wurde 1889 gegründet und ist ein mittelständisches Unternehmen, das täglich bis zu 1'000'000 kg Milch zu Quark, Butter und Trockenmilchprodukten verarbeitet.

Die Hochdorf-Aktie notierte am Donnerstagmittag einen Kursrückgang von 2,5 Prozent. Das vollständige Unternehmensergebnis wird am 26. März publiziert.

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