1.03.2018 13:12
Quelle: schweizerbauer.ch - Doris Bigler
Fleisch
Höhere Produktion und mehr Importe
Die Inlandproduktion von Rindfleisch hat in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen. Auch die Importe sind gestiegen.

Gut ein halbes Kilo mehr Rindfleisch verzehrten Schweizer 2016 im Vergleich zu 2007. Der Pro-Kopf-Konsum nahm in dieser Zeit von 10,7 auf 11,28 kg zu. Zusammen mit dem Bevölkerungswachstum stieg also die Nachfrage nach Rindfleisch beträchtlich an.

Zum einen wurde der höhere Bedarf mit einer gesteigerten Inlandproduktion gedeckt. Während die Zahl der Schlachtmuni seit 2007 praktisch konstant geblieben ist, hat die Produktion von Rindern, Ochsen und Schlachtkühen zugenommen. Die Produktion in Tonnen Schlachtgewicht stieg bis 2016 gemäss Proviande-Statistik bei den Rindern um 25%, bei den Ochsen um 52% und bei den Schlachtkühen um 9,7%.

Nebst der Inlandproduktion wurden aber auch die Importmengen deutlich gesteigert. Beim Bankfleisch (Nierstücke und High-Quality-Beef) wuchsen die Fleischeinfuhren zum Kontingentszollansatz, wie sie vom Bundesamt für Landwirtschaft freigegeben werden, von 4840 Tonnen im Jahr 2009 auf 5669 Tonnen letztes Jahr. Das ist eine Steigerung von 17 %.

Noch extremer ist die Zunahme beim Verarbeitungsfleisch (vor allem Kühe in Hälften plus Pistolas). Hiervon wurden letztes Jahr 13'346 Tonnen importiert. 2009 waren es erst 4790 Tonnen gewesen. Das entspricht fast einer Verdreifachung der Menge. Auffällig ist der deutliche Sprung zwischen 2012 und 2013. Das ist auf den Pferdefleischskandal Anfang 2013 zurückzuführen, der dazu geführt hat, dass einige Hersteller von Hackfleisch- und Fertigprodukten ihre Rezepturen auf Schweizer Fleisch umgestellt haben. Unter dem Strich ist der Inlandanteil beim Rindfleisch seit 2009 von damals 85,6% auf 82% im Jahr 2016 gesunken. 

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