22.08.2013 09:45
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Lebensmittel
Hohe Fleischpreise machen Orior zu schaffen
Der Lebensmittelverarbeiter Orior sieht seine Margen unter Druck. Das Unternehmen verkaufte im ersten Halbjahr zwar mehr, schrieb aber unter dem Strich weniger Gewinn.

Der Umsatz stieg zwischen Januar und Juni um 3,1 Prozent auf 248,4 Mio. Franken, wie Orior am Donnerstag mitteilte. Alle drei Sparten Fleischveredlung, Convenience sowie Export und Logistik vermochten ihre Erträge zu steigern. 

Allerdings hätten die hohen Rohstoffpreise, insbesondere die gestiegenen Preise für Schweinefleisch, ihre Spuren im Ergebnis hinterlassen. Die höheren Preise konnte Orior nur mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben. Und trotz Kostenmanagement habe dieser Einfluss nicht wettgemacht werden können, hebt der das Unternehmen hervor. So sank der Betriebsgewinn (EBITDA) um knapp 9 Prozent auf 23,1 Mio. Franken. Der Reingewinn lag 11,3 Prozent tiefer bei 11,2 Mio. Franken. 

Für das zweite Halbjahr erwartet Orior nun eine leichte Verbesserung der Situation. «Die Margenentwicklung sollte sich leicht verbessern», heisst es in der Medienmitteilung. Die Umsätze sollen derweil weiter steigen. Zudem sollen im Herbst verschiedene
Wertsteigerungsinitiativen in die entscheidende Phase treten: Bei Le Patron wird das Projekt «Move 100» zur Optimierung der internen Abläufe abgeschlossen und bei Rapelli ist der Umbau des Kommissionier-Centers in Gange. Damit schafft Orior die Voraussetzung, um mittel- bis langfristig eine gesunde Rentabilität sicherzustellen, heisst es weiter.

Auch wird Orior im zweiten Halbjahr neue Produkte lancieren. So wird gemäss eigenen Angaben die erste Frischpasta, die weder Gluten noch Laktose enthält, auf den Markt gebracht. «Eat Meat Chips», ein getrockneter Fleisch-Snack mit hohem Proteingehalt und wenig Fett, wird es neu zu kaufen geben. Nebst Innovationen wird das Unternehmen auch in die Stärkung ihrer Marken investieren. «Albert Spiess of Switzerland», diese Marke setzt Orior in ganz Europa für das Bündnerfleisch ein, wird künftig auch in der Schweiz verwendet.

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