Dienstag, 1. Dezember 2020
03.07.2020 18:00
Butter

Importe sorgen für überhitzte Gemüter

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Von: lid

Die Butterlager in der Schweiz schrumpfen, Butterregale könnten bald leer sein. Deshalb werden 1000 Tonnen Butter importiert. Gleichzeitig kündigt die ZMP eine Milchpreissenkung per Juli an. Schlicht nicht nachvollziehbar, finden drei Innerschweizer Bauernverbände.

Die ZMP senkt den Milchpreis auf den 1. Juli. In Zeiten von Milch- und Butterknappheit für viele Milchproduzenten nicht nachvollziehbar. «SMP und BO Milch lassen unsere Milchproduzenten im Stich!», schreiben deshalb die Bauernverbände Nidwalden, Obwalden und Uri in einem offenen Brief. Die SMP würden von ihnen durch die Lancierung des «Grünen Teppichs» immer mehr fordern und gleichzeitig Butterimporte fast ohne Auflagen zulassen. Die drei Bauernverbände fühlen sich betrogen.

Zu reden gibt vor allem der B-Segment-Milchpreis. Dieser ist auch Auslöser für eine Milchpreissenkung durch die ZMP per 1. Juli, welche die drei Bauernverbände in ihrem Schreiben erwähnen. Der Milchpreis im B-Segment sei direkt an die internationale Milchpreisentwicklung gekoppelt, sagt Carol Aschwanden, Kommunikationsleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung bei der ZMP. Aufgrund der Corona-Pandemie sei dieser gesunken. Zudem hätten die ZMP im Gegensatz zu anderen Milchverarbeitern im April und Mai auf eine Milchpreissenkung verzichtet, da die Bauern der Region in dieser Zeitspanne durch saisonale Abzüge sowieso schon belastet seien, sagt Aschwanden.

Parallel dazu ist jedoch der Butterpreis im Detailhandel durch einen Beschluss der BO Butter um 50 Rappen gestiegen. So werden insgesamt etwa CHF 18,5 Mio. zusammenkommen, die gemäss BOM und SMP an die Produzenten weitergegeben werden sollen. Doch werden Emmi, Cremo, Züger und Fuchs dies auch wirklich tun? Da das Preismonitoring durch die SMP über die Milchgeldabrechnungen der Produzenten läuft, wird sich dies erst im Nachhinein, also Ende August oder Anfang September, zeigen.

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