Samstag, 24. Juli 2021
22.05.2013 06:54
Getreide

IP-Suisse: Alle Richtpreise übertroffen

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Von: Mike Bauert

Die IP-Suisse hat die Getreidevermarktung abgeschlossen. Die Ernterichtpreise wurden im Schnitt alle übertroffen.

Die durchschnittlichen Auszahlungspreise für IP-Suisse-Weizen an die rund 135 Getreidesammelstellen sind deutlich höher als im Vorjahr, und es konnten erfreulicherweise bei allen Klassen die Richtpreise übertroffen werden, teilt IP-Suisse am Dienstag mit.

Unterschiede von Sammelstelle zu Sammelstelle

Während der Vermarktungskampagne hätten die Preise stetig erhöht werden können. Dies habe es erlaubt, auch die notwendigen, zusätzlichen Lagerungskosten zu realisieren, was nicht in jedem Jahr möglich sei. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Marktpartnern kann auch dieses Jahr aus der Sicht von IP-Suisse ein fairer Auszahlungspreis vergütet werden.

Die IP-Suisse weist darauf hin, dass die Auszahlungspreise von Sammelstelle zu Sammelstelle variieren, einerseits, weil im Auktionsverfahren die Lose pro Sammelstelle unterschiedlich geboten werden und andererseits, weil die Abzüge von den Sammelstellen autonom bestimmt werden. Wenn eine Sammelstelle den Runal sortenrein lagern konnte, erhält sie dafür einen Mehrpreis, von dem auch der  Produzent profitieren sollte.

Grösste Fläche seit je

Für Topweizen löste die IP-Suisse gegenüber letztem Jahr einen Mehrpreis von Fr. 1.20 und für Weizen der Klasse I und II von Fr. 0.90/100 Kilo mehr.

Für die kommende Ernte stehen gemäss der bäuerlichen Organisation über 24’500 ha Weizen und Roggen unter Vertrag. Das sei so viel wie noch nie. Mit allen anderen Getreidearten (Urdinkel, Emmer, Hartweizen usw.) werden über 26500 ha IP-Suisse-Getreide angebaut. Das entspricht rund einem Drittel der ganzen  Schweizer Brotgetreidefläche.

5-Jahres-Vertrag mit MGB

Neu werde auch die Situation mit dem Hauptabnehmer Jowa sein. Die Migros werde einen 5-Jahres-Vertrag für die Belieferung von IP-Suisse-Mehl an die Jowa unterzeichnen. «Diese positive Entwicklung sollte Ansporn für neue Produzenten sein, auf IP-Suisse-Getreide umzustellen, denn: Der Bedarf ist noch nicht gedeckt, einige Projekte sind noch nicht umgesetzt», erklärt Niklaus Hofer von IP-Suisse. «Es könnten weitere 2000ha Getreide unter Vertrag genommen werden, was rund 10’000t Weizen entspricht», so Hofer.

Bonus für Qualitätssorten

Um die Weizenqualität weiter zu optimieren, setzt die IP-Suisse weiterhin auf das Prämiensplitting beim Top. Die Sorten Runal, Molinera usw. werden als TopQ eingestuft und erhalten eine um rund Fr. 2.– höhere Prämie als die übrigen Weizensorten der Klasse Top. Neu sollen zusätzliche Bonuszahlungen für förderungswürdige Sorten (Molinera, Simano, Suretta, Lorenzo, IPS-Mischungen) wie auch die Vermarktung von sortenreinen Posten mit einem Zusatzpreis (Runal, Molinera) weitergeführt werden. Dies soll die Wirtschaftlichkeit der Qualitätssorten verbessern.

Neu werde die IP-Suisse das Mindest-Hektoliter-Gewicht (73kg) an die Übernahmebedingungen von Swiss Granum anpassen, kündigt Hofer an. Damit wolle man den  Sorten mit einer guten Backqualität, aber einem eher tiefen HL-Gewicht eine Chance geben. Aber auch die Sorten- und Düngungsempfehlungen der IP-Suisse sollten vermehrt beachtet werden, empfiehlt Hofer.

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