Samstag, 24. Juli 2021
27.05.2016 11:00
Getreide

IPS-Getreide: Grosse Ernte – tiefere Preise

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Von: Doris Grossenbacher

Weil es im Sommer 2015 fast keine natürlichen Deklassierungen von Brotgetreide gab, fiel die Erntemenge an IP-Suisse-Getreide sehr hoch aus. Dies und die tiefen Weltmarktpreise drückten auf die Auszahlungspreise.

Das Angebot an IP-Suisse-Getreide aus der Ernte 2015 war so hoch wie noch nie in den letzten 15 Jahren. «Obwohl keine Höchsterträge pro Hektare erreicht wurden, war die Ernteperiode ideal, und praktisch jedes Getreidelos hat die Übernahmebedingungen erreicht», blickt IP-Suisse in einer Mitteilung zurück. Die genaue Erntemenge kommuniziert sie nicht.

Posten deklassiert

Zwar sei auch die Verkaufsmenge gestiegen, weil der Markt vermehrt IP-Suisse-Getreide verlange, und durch das Anlegen von Lagern könne die Lieferbereitschaft nun auch bei schlechten Ernten noch besser gesichert werden, schreibt die Labelorganisation. Trotzdem seien ausnahmsweise IPS-Getreideposten via Deklassierung des Schweizerischen Getreideproduzentenverbandes vermarktet worden. Dies aufgrund der grossen Mengen und der zum Teil mässigen Qualität.

Tiefere Produzentenpreise

Die Grossernte, aber auch der tiefe Weltmarktpreis drückten auf die Auszahlungspreise. Diese fallen leicht tiefer aus als im letzten Jahr. «Die gute Zusammenarbeit mit den Partnern, die etwas bessere Proteinqualität mit durchschnittlich 12,9% beim IPS-Top-Weizen sowie die zusätzlichen Verkäufe in den letzten Monaten halfen mit, dass der Auszahlungspreis konkurrenzfähig ausfällt», kommentiert IPS-Geschäftsführer Fritz Rothen.

Die Auszahlungspreise können aufgrund des Auktionsverfahrens und der autonomen Abrechnung von Sammelstelle zu Sammelstelle variieren.

Fläche soll wachsen

Dank der guten Versorgungslage hat die grösste Kundin von IPS-Getreide, die Migros-Bäckerei Jowa, ihre Bedarfsmengen gesteigert, um zusätzliche Brote in IPS-Qualität anbieten zu können. Auch konnten neue Kunden dazugewonnen werden. Die Anbaufläche werde daher in Zukunft wieder ausgedehnt werden, meldet IP-Suisse.

Neu: Tiefere Fallzahl

Da sich die Produzenten marktgerecht verhalten würden, verbessere sich der Sortenmix innerhalb einer Klasse ständig. So sei etwa der Anteil von TopQ-Weizen innerhalb der Klasse Top in den letzten drei Jahren von 33% auf 66% gestiegen. Auch werde vermehrt die IPS-Mischung Isuela angebaut. Dadurch steigt generell die Qualität des IPS-Brotgetreides.

«Deshalb kann auf die kommende Ernte die Mindestfallzahl an diejenige der Swiss Granum angeglichen werden», erklärt Rothen. Bereits ab der Ernte 2016 gilt also für IPS-Weizen-Produzenten neu die weniger strenge Fallzahlgrenze von 220 Sekunden statt wie bisher 240 Sekunden.

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