21.03.2018 10:54
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Käse
Käsekonsum stabil - mehr Import
Die Schweizer Bevölkerung isst weiterhin gerne Käse. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2017 182'000 Tonnen Käse und Quark konsumiert, 500 Tonnen weniger als im Vorjahr. Rund ein Drittel des konsumierten Käses wurde aber importiert.

Der Pro-Kopf-Konsum lag bei 21.32 Kilo, das sind 230 Gramm oder 1 Prozent weniger als 2016. Insgesamt bleibt der Pro-Kopf-Konsum seit rund 10 Jahren in etwa stabil. In der EU liegt der Pro-Kopf-Konsum bei rund 18 Kilo. «Die Schweiz bleibt im internationalen Vergleich eine veritable Käsenation», schreiben die Schweizer Milchproduzenten (SMP) und Swiss Cheese Marketing (SCM) in einem Communiqué.

Importe legen bei Frischkäse zu

Sorgen bereitet aber der immer grösser werdende Anteil des importierten Käses. Dieser Anteil stieg in den vergangenen zehn Jahren von 25 auf 33 Prozent. «Diese importierte, meist niederpreisige Ware konkurriert die wertschöpfungsstarken Schweizer Sortenkäse zusätzlich», heisst in der Mitteilung.

Besonders rückläufig in den letzten 10 Jahren war der Inlandanteil beim Frischkäse inkl. Quark (-13% auf 62%) und beim Weichkäse (-10% auf 28%). Mit -6% geringer waren die Verluste beim Halbhartkäse (79% Inlandanteil) und beim Hartkäse (83%). Zugenommen hat der Schweizer Anteil beim Extrahartkäse (+2% auf 24%).

Gutes Resultat für Sortenkäse

Beliebt bei der Bevölkerung sind die Schweizer Sortenkäse. Pro Kopf werden von den Sorten Le Gruyère AOP, Raclette Suisse, Emmentaler AOP, Appenzeller, Tilsiter Switzerland und Vacherin Fribourgeois AOP je über 300 Gramm gekauft.

Weniger in der Gunst der Konsumenten lag der Frischkäse, dem mengenmässig wichtigsten Segment. Der Verzehr reduzierte sich um 180 Gramm (-2.3%) auf 7.52 Kilo. Gemäss SMP und SCM zeigte im 2017 die Produktion von Frischkäse, im Speziellen von Quark, stärkere Schwankungen auf. Betrug die Quarkproduktion im 2016 noch 18'936 Tonnen, waren es im 2017 lediglich 16'145 Tonnen. Dies bedeutet eine Abnahme von rund 2'800 Tonnen oder 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Hartkäse

Ein überdurchschnittlicher prozentualer Rückgang beim Konsum wurde auch beim Weichkäse (-4%) und beim Extrahartkäse (-6.7%) registriert. In absoluten Zahlen beträgt der Rückgang 80 respektive 50 Gramm. Zugenommen hat im vergangenen Jahr der Verzehr von Hartkäse, und zwar um 110 Gramm oder 3.3% auf 3.56 Kilo.

Die Verbrauchszahlen werden vom Schweizer Bauernverband (SBV Agristat) aufgrund der Daten von TSM Treuhand GmbH, der Oberzolldirektion OZD sowie der Schweizer Milchproduzenten SMP berechnet und zusammen mit Switzerland Cheese Marketing AG publiziert. Die Zahlen sind Bestandteil der "Milchstatistik der Schweiz 2017", welche im Herbst 2018 erscheinen wird.

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