5.02.2015 10:06
Quelle: schweizerbauer.ch -
Kartoffeln
Kartoffeln: Mehr als 40'000 t an Lager
Ein Vergleich mit den vorangegangenen Jahren zeigt, die Lager an Konsum- und Verarbeitungskartoffeln sind sehr gut gefüllt.

Im Monat Dezember lagen in der Schweiz rund 160'000 t Kartoffeln an Lager. Dies sind rund 40'000 t mehr als im Dezember 2013. Dieser Unterschied kann sicherlich teilweise mit dem schlechten Kartoffeljahr 2013 begründet werden. Aber auch ein Mehrjahresvergleich zeigt, dass derzeit mehr Kartoffeln an Lager liegen.

Über Durchschnitt

Im Vergleich zum Durchschnittsbestand der Jahre 2005 bis 2011 war das Kartoffellager im letzten Dezember um fast 45'000 t oder 37 Prozent mehr gefüllt. Im Vergleich mit den Jahren 2005 bis 2011 sind anteilsmässig sowohl der Lagerbestand an Kartoffeln für den Frischkonsum (+38%) als auch der Bestand an Veredelungskartoffeln (+37%) in etwa dem gleichen Umfang höher als im Mehrjahresmittel.

Dieser Vergleich sei mit Vorsicht zu geniessen, erklärt Christine Heller, die Geschäftsführerin von Swisspatat. «Bei den Lagerzahlen ist der Fünfjahresvergleich nicht sehr aussagekräftig. Passender ist der Vergleich mit der Ernte 2012, wo Angebot und Nachfrage recht gut übereingestimmt haben», so Heller.

Noch keine Import-Patatli

Bei den Sorten für den Frischkonsum seien gut 8'000t mehr Kartoffeln an Lager als zur gleichen Zeit  2012. Dabei handle es sich vor allem um festkochende Sorten. Im Vergleich zu 2012, als um diese Jahreszeit bereits Patatli importiert worden seien, stünden zurzeit dank angepasster Sorten- und Kaliberstruktur immer noch genügend Patatli aus der Inlandproduktion zur Verfügung. «Dadurch kann im Vergleich zu 2012 eine zusätzliche Menge an festkochenden Kartoffeln abgesetzt werden», sagt Heller.

Die Lagerbestände der mehligkochenden Sorten entsprächen zudem nach aktueller Einschätzung dem Bedarf. Bei den Sorten für die Veredelungsindustrie gehe man zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass die Versorgung gewährleistet sei. «Wie sich die Versorgungssituation entwickeln wird, ist einerseits abhängig von der Entwicklung der Qualität der Kartoffeln an Lager und andererseits natürlich auch vom Konsum, der witterungsbedingt schwanken kann», so Heller.

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