5.05.2014 08:11
Quelle: schweizerbauer.ch - Doris Grossenbacher
Kartoffelmarkt
Kartoffeln: Preisbänder unverändert
Die preisliche Basis für die Kartoffelernte 2014 ist gelegt. Ausser bei den Bio-Industriekartoffeln bleibt alles beim Alten. Die Swisspatat rechnet mit einem gleichbleibenden Angebot und einer stabilen Nachfrage.

Die Vertreter von Produktion, Handel und Industrie der Swisspatat haben sich nach drei Verhandlungsrunden auf die Preisbänder 2014 geeinigt. Dies teilt Swisspatat mit. Bei allen konventionellen Sorten sowie den Biospeisesorten wurde das mittlere Preisband auf dem Niveau von 2013 belassen. Eine Änderung gibt es bei den Bio-Industriekartoffeln.

Preise gerechtfertigt

«Berücksichtigt man die aktuelle Situation auf dem Kartoffelmarkt, konnten korrekte Preise ausgehandelt werden», sagt Ruedi Fischer, Präsident der Kartoffelproduzenten, zum Beschluss. «In den Verhandlungen zeigte sich, dass eigentlich alle Marktteilnehmer von einer stabilen Preissituation profitieren.» Über die Biopreise sei etwas länger diskutiert worden. In Absprache mit den Biovertretern habe man sich auch dort auf unveränderte Preisbänder geeinigt.

Aktuell gebe es keine Hinweise auf eine strukturelle Abweichung von Angebot und Nachfrage, schreibt Swisspatat. So hätten sich die Branchenpartner zur Kontinuität bekannt.

Markt ähnlich wie 2013

Für die festkochenden Speisesorten Gourmandine, Charlotte, Annabelle, Nicola, Ditta, Alexandra, Erika und Gwenne gilt ein einheitliches mittleres Preisband (MPB) von 48 Fr./100 kg analog dem letzten Jahr. Bei den mehligkochenden Sorten beträgt das MPB für Victoria, Jelly, Laura, Lady Felicia und Challenger unverändert 43.70 Fr./100 kg.

Die wichtigste Veredelungssorte Agria bleibt wie auch alle anderen Frites-Sorten unverändert auf einem MPB von 42.10 Fr./100kg. Bei den Chipskartoffeln wurde für die wichtigsten Sorten Lady Claire und Lady Rosetta ebenfalls das MPB von letztem Jahr beibehalten (43.15 Fr./100kg). Die Preise für Charlotte Industrie werden separat festgelegt. Für Versuchssorten gelten die Bänder von Agria respektive Lady Claire.

Neues Biopreisband

Für die Speisesorten gilt wiederum eine Bandbreite von ±5 Franken. Für sämtliche Industriesorten gilt unverändert ein Preisband mit einer Breite von ± 2 Franken. Auch die Festpreise für die Sofortverarbeitung vor dem 1. September konnten bereits festgelegt werden. Für Frites- wie auch für Chipssorten gilt unverändert zum letzten Jahr der Preis von 35 Fr./100kg.

Bei den Biokartoffeln gilt für die Speisesorten unverändert ein mittleres Preisband von 92 Fr./100kg. Bei den Frites- und Chipssorten wurde in Abweichung zu 2013, wo der Preis 15 Fr./100kg unter dem Produzentenpreis für Bio-Agria-Speisekartoffeln zu liegen kam, neu ein mittleres Preisband von 77 Fr./100 kg festgelegt. «Damit passen wir den Berechnungsmodus der Bio-Industriekartoffeln an jenen der Biospeisekartoffeln an», erklärt Swisspatat-Geschäftsführerin Christine Heller.  Die Bandbreite beträgt für Biospeise- und -industriesorten ebenfalls ± 5 Fr.

Die bewährten Anbauverträge werden auch im 2014 weitergeführt. Die Kartoffelproduzenten seien auch dieses Jahr angehalten, nur die vom Abnehmer schriftlich zugesicherten Mengen zu produzieren, schreibt Swisspatat.

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