14.01.2016 15:18
Quelle: schweizerbauer.ch - big
Kartoffeln
Kartoffeln: Tiefste Lagerbestände seit Jahren
Ende Dezember lagen in der Schweiz 98500 Tonnen Kartoffeln an Lager. Das sind 35 Prozent weniger als im Referenzjahr 2012.

Im Jahr 2012 haben Angebot und Nachfrage auf dem Kartoffelmarkt gut übereingestimmt. Daher dient es auch als Referenzjahr, was die Beurteilung der Lagerbestände angeht. Und diese sind nach der kleinen Kartoffelernte 2015 tief. Ende Dezember lagen knapp 60'000 Tonnen Veredelungskartoffeln an Lager. Das sind 23 Prozent weniger als 2012. Bei den Speisesorten sind es mit nur gut 36'500 Tonnen sogar ganze 40 Prozent weniger als vor drei Jahren.

Wie geht die Branche mit diesen tiefen Lagerbeständen um? «Aufgrund der bezüglich Menge und Kaliber kleinen Ernte 2015 sind Ergänzungsimporte sowohl bei den Speise- als auch bei den Verarbeitungskartoffeln nötig», erklärt Swisspatat-Geschäftsführerin Christine Heller. «Vor allem die grossen Kaliber für Frites oder Baked Potatoes fehlen.»

Daher hat Swisspatat beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) Zusatzimportkontingente beantragt: bei den Speisekartoffeln 15'000 Tonnen mit einer Ausnützungsfrist vom 1. Februar bis 15. Juni 2016. Bei den Veredelungskartoffeln 15'000 Tonnen zur Einfuhr vom 1. November bis 31. Dezember 2015 und 20'000 Tonnen mit einer Ausnützungsfrist vom 1. Januar bis 30. Juni 2016. Die Anträge sind unter Zustimmung aller Kartoffelproduzenten erfolgt und wurden vom BLW bewilligt.

Ob weitere Zusatzkontingente nötig sind, wird im Laufe des ersten Quartals 2016 entschieden. Dazu werden die Qualität der Kartoffeln an Lager und die Abverkäufe beobachtet.

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