29.05.2017 14:29
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Obst
Katastrophale Kirschenernte
Die Frostnächte im April haben den Kirschen massiv zugesetzt. Gemäss einer Prognose des Obstverbandes entspricht die Erntemenge 2017 nur 25 Prozent einer guten Ernte. Der Schaden geht in die Millionen.

In der zweiten Aprilhälfte sorgten Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt für grosse Schäden bei den Äpfeln, Aprikosen, Zwetschgen, Reben und den Kirschen. Besonders betroffen sind die Kirschen, wie die Ernteschätzung des Schweizer Obstverbandes (SOV) zeigt.

Der SOV hat einen Monat nach den eisigen Verhältnissen eine Bilanz gezogen. «Bei den Kirschen sind die Zahlen ernüchternd», schreibt der Verband. Die geschätzte Erntemenge entspricht 25 Prozent einer guten Ernte. Die Erntemenge teilt sich auf in 359 t Klasse 28+ (40% der Gesamtmenge), 376 Tonnen Klasse 24+ (50%) und 74 Tonnen 21+ (10%).

Die geringe Ernte führt bei den Produzenten zu deutlichen finanziellen Ausfällen. Der Ertragsausfall wird vom Verband auf rund 20.5 Millionen Franken beziffert. «Die fehlenden Mengen bedeuten eine Herausforderung für die gesamte Branche», hält der SOV in einem Communiqué am Montag fest.

Erste Schweizer Kirschen geerntet

Im Kanton Waadt werden derzeit die ersten Schweizer Kirschen geerntet. Als zweite Region folgt das Wallis. Die Haupternte erwarten die Produzenten ab Ende Juni.

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