26.08.2016 11:35
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
Rindfleisch
Keine Kuhfleischimporte im September
Der Boykott-Aufruf scheint Wirkung zu zeigen. Der Verwaltungsrat der Proviande hat darauf verzichtet, beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) neue Importe für Verarbeitungskühe zu beantragen.

Der Boykottaufruf für Schlachtkühe von vorletzter Woche scheint Wirkung zu zeigen (siehe unten). An praktisch allen überwachten Märkten gingen die Auffuhrzahlen von Schlachtkühen zurück. Demnach sank der Preis für Verarbeitungskühe nicht mehr weiter, sondern verharrte auf dem Preis von 7.30 Fr./kg, den er schon letzte Woche erreicht hatte. Zudem wurden die Kühe teilweise deutlich - T3 bis zu 45 Rappen - überzahlt.

Und der Proviande-Verwaltungsrat verzichtete an seiner Sitzung, erneut Importe beim BLW zu beantragen. Noch Ende Juli hatte er entschieden, 800 t Kuhfleisch im Monat August zu importieren. Für die nächsten Wochen verzichtete er nun offenbar darauf.

Boykott-SMS

«Schlachtkühe sind die nächsten vier Wochen zurückzuhalten, ausser jene, die wirklich wegmüssen. Verspielen können wir nicht viel. Es hat ein knappes Angebot an Kühen. Futter ist genug da. Die Zeit ist ideal, ist noch nicht November.»

Hinter diesem Aufruf standen die vier Nationalräte Andreas Aebi (SVP, BE), Toni Brunner (SVP, SG), Marcel Dettling (SVP, SZ), Erich von Siebenthal (SVP, BE), dann BIG-M-Präsident Martin Haab, Mettmenstetten ZH, sowie die Viehzuchtvertreter Markus Gerber, Präsident Swissherdbook, Peter Allemann, Untervaz GR, Wendolin Casutt, Falera GR, Ruedi Bachofen, Aathal ZH und Emil Zwingli, Wattwil SG.

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