9.02.2014 08:46
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Milchpreis
Kieler Rohstoffwert der Milch leicht gesunken
Die Milchpreise in Deutschland haben scheinbar ihren Zenit erreicht. Darauf deuten zumindest die Verwertungsmöglichkeiten der Milch über Butter und Magermilchpulver hin, die sich seit Monaten auf hohem Niveau bewegen, aber seit längerem nicht mehr zulegen konnten.

Wie aus aktuellen Berechnungen des Kieler Informations- und Forschungszentrums für Ernährungswirtschaft (ife) hervorgeht, lag der Rohstoffwert für ein Kilogramm Standardmilch ab Hof mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Januar 2014 bei 44,2 Cent.

Im Vergleich zum Dezember 2013 verringerte sich der kalkulierte Milchwert damit um 0,4 Cent/kg oder um 0,9 %. Das Vorjahresniveau wurde allerdings weiterhin klar übertroffen, und zwar um 9,4 Cent/kg oder 26,9 %. Verantwortlich für den leichten Abschwung des Rohstoffwertes waren die zuletzt rückläufigen Butterpreise, die mit 409,20 Euro/100kg um 8,30 Euro oder 2,0 % unter dem Dezemberniveau blieben. Umgerechnet auf die in der Butterherstellung eingesetzte Milch ergab sich damit eine um 0,4 Cent/kg auf 17,9 Cent/kg verschlechterte Verwertung des Rohstoffs.

Praktisch keine Preisänderung gab es dagegen am Pulvermarkt: Die durchschnittliche Notierung für Magermilchpulver belief sich im Januar auf 320,10 Euro/100kg; das waren lediglich 0,50 Euro mehr als im Vormonat. Dadurch blieb die Verwertung der verwendeten Rohmilch über das Magermilchpulver unverändert bei 27,90 Cent/kg. Fasst man beide Wertkomponenten zusammen, belief sich der Milchwert frei Rampe Molkerei im Januar auf 45,8 Cent/kg; nach Abzug der unterstellten Erfassungskosten von 1,4 Cent/kg hatte die Milch auf Erzeugerstufe dann theoretisch einen Wert von 44,4 Cent/kg. Das ife wies jedoch darauf hin, dass der Rohstoffwert in der Regel nicht dem Auszahlungspreis einer Molkerei entspreche, da beispielsweise Käse und Frischmilchprodukte nicht in der Kalkulation enthalten seien und zudem längerfristige Lieferkontrakte mit festen Preisvereinbarungen zwischen Herstellern und Abnehmern unberücksichtigt blieben.

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