25.08.2016 10:33
Quelle: schweizerbauer.ch - big
Fleischmarkt
Kühe: Boykott zeigt Wirkung
Die SMS, worin Nationalräte und Viehzuchtvertreter zum Lieferboykott für Schlachtkühe aufrufen, scheinen Wirkung zu zeigen. So wurden auf den meisten Schlachtviehmärkten, die am Montag und am Dienstag stattfanden, weniger Kühe aufgeführt als angemeldet waren.

In Wattwil SG beispielsweise kamen statt der gemeldeten 132 Schlachtkühe nur gerade 73 Stück auf den Markt (Burgdorf: 45 statt 69, Dürrenroth: 19 statt 40, Bulle: 51 statt 72 und Rothenturm 59 statt 78). Damit reagierten die Bauern auf die gesunkenen Preise für Schlachtkühe und die Aussagen der Abnehmer, dass es derzeit genügend Kühe auf dem Markt habe.

Das knappere Angebot widerspiegelte sich auch in den Preisen. So wurden T-Kühe in Wattwil und Rothenturm im Schnitt knapp 40Rp./kg LG überzahlt. Auch aus dem Kanton Bern melden Marktteilnehmer Überzahlungen. Lange wird aber das Angebot nicht mehr klein bleiben. Nach der Alpsaison und zum Ende der Weideperiode werden mehr Kühe auf den Markt kommen. Bei den Importen, über die am Freitag beschlossen wird, sei daher Zurückhaltung geboten, betonen Marktkenner.

Boykott-SMS

«Schlachtkühe sind die nächsten vier Wochen zurückzuhalten, ausser jene, die wirklich wegmüssen. Verspielen können wir nicht viel. Es hat ein knappes Angebot an Kühen. Futter ist genug da. Die Zeit ist ideal, ist noch nicht November.»

Hinter diesem Aufruf standen die vier Nationalräte Andreas Aebi (SVP, BE), Toni Brunner (SVP, SG), Marcel Dettling (SVP, SZ), Erich von Siebenthal (SVP, BE), dann BIG-M-Präsident Martin Haab, Mettmenstetten ZH, sowie die Viehzuchtvertreter Markus Gerber, Präsident Swissherdbook, Peter Allemann, Untervaz GR, Wendolin Casutt, Falera GR, Ruedi Bachofen, Aathal ZH und Emil Zwingli, Wattwil SG.

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