24.08.2017 16:27
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Futtermittel
Kuhfutter Ende 2017 palmölfrei
Bis Ende Jahr soll kein Milchviehfutter mit Palmfett mehr verfüttert werden. Dies teilen die Schweizer Milchproduzenten (SMP) am Donnerstag mit.

Ende Mai wurde in der «Rundschau» publik, dass Nutztierfutter umstrittenes Palmöl enhält. Die rund 5000 Tonnen Palmöl, die bisher in Form von Mischfutter an Schweizer Nutztiere verfüttert wurden, sollen ersetzt werden. Dies forderte der Schweizer Bauernverband nach einer Fernsehsendung zu diesem Thema Ende Mai. Diese Forderung wird beim Mischfutter für die Kühe bis Ende Jahr umgesetzt.

Die führende Futtermittelherstellerin, die Fenaco Genossenschaft, sowie die Vereinigung Schweizerischer Futtermittelfabrikanten VSF werden bis Ende 2017 Palmfett im Milchviehfutter vornehmlich mit Rapsöl ersetzen, wie die Schweizer Milchproduzenten am Donnerstag mitteilten. Der Einsatz von einheimischem oder europäischem Raps werde leichte Mehrkosten in der Futterproduktion verursachen - ungefähr ein Rappen pro Kilogramm Milchviehfutter. Diese Mehrkosten würden aktuell von den Herstellern und Händlern getragen.

Die SMP erinnern daran, dass natürlich und nachhaltig hergestellte Produkte Mehraufwand am Anfang der Produktionskette auslösen. "Aus diesem Grund fordern wir, dass der Mehrerlös, der bei solchen Produkten erzielt wird, auch fair in der Wertschöpfungskette verteilt wird", heisst es in der Mitteilung. Die eingesetzten Mengen von Palmfett im Futter für Kühe seien insgesamt marginal gewesen. Doch es habe den Milchproduzenten nicht gefallen, dass «Komponenten mit einem fraglichen Image das heimische Schaffen verwässern». 

Der Einsatz von Palmfett in den Futtermitteln wird gesetzlich nicht verboten. "Allerdings muss Palmfett und Palmöl zwingend auf der Etikette deklariert werden, wenn die Komponente im Futtermittel enthalten ist", halten die SMP fest.

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