21.06.2018 17:43
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/lid
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Mehr Früchte&Gemüse aus dem Ausland
Die Ausland-Einkäufe im Früchte- und Gemüsebereich haben zwischen 2014 und 2017 zugenommen. Das zeigt der aktuelle Marktbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW).

Die Ausland-Einkäufe haben zwischen 2014 und 2017 laut dem aktuellen Marktbericht Früchte und Gemüse des BLW-Fachbereichs Marktanalyse bei den Früchten um 32 Prozent zugenommen. Beim Gemüse inkl. Kartoffeln betrug der Zuwachs 10 Prozent, bei den Säften 29 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer Analyse von Nielsen. Dazu wurden 3000 Haushalte befragt. 

Im Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2017 haben die Schweizer Haushalte 3,8 Prozent der Gemüse im Ausland eingekauft. Bei Früchten waren es 3,1 Prozent und bei Säften 1,4 Prozent. 

Die Studie zeigt, dass die Früchteeinkäufe im Ausland im betrachteten Zeitraum von Jahr zu Jahr stetig angestiegen sind. Beim Gemüse und den Säften gab es auch Jahre, in denen die Einkaufsmengen verglichen mit dem Vorjahr zurückgingen. Den grössten Anstieg gab es dabei bei Früchten und Säften im Jahr 2015, in welchem die Einkaufsmengen im Ausland gegenüber dem Vorjahr um 16% respektive 21% anstiegen. 

Dieser starke Anstieg wird auf die Aufwertung des Schweizer Frankens von Januar 2015 zurückgeführt. In der Folge hat der Einkaufstourismus stark zugenommen. Erstaunlich: In dieser Periode sind die Auslandseinkäufe von Gemüse gesunken. 2016 nahmen die Einkaufsmengen hingegen um 24 Prozent zu, 2017 sanken diese wieder um 9 Prozent. 

Der Anteil der Ausland-Einkäufe bei den drei Produktgruppen lag 2017 aber insgesamt bei unter 5 Prozent. Die 2017 im Inland eingekauften Mengen stiegen gegenüber 2014 um 7.8% (Früchte) und 2,1% (Gemüse) bzw. gingen um 2,3 % zurück (Säfte). 

Verglichen mit den Mengenanteilen sind die Anteile an den Gesamtausgaben bei Gemüse und Früchten etwas tiefer, bei Säften hingegen etwas höher. Dieser Unterschied zwischen Frischprodukten und Säften lässt sich mit einem Vergleich der Durchschnittspreise von Auslandseinkäufen und Inlandseinkäufen erklären. Der Durchschnittspreis der im Ausland eingekauften Früchte und Gemüse war jedes Jahr deutlich tiefer als derjenige von in der Schweiz eingekauften Produkten. Die im Ausland eingekauften Säfte waren jedoch durchschnittlich meist teurer, als die in der Schweiz gekauften.

Fazit der Studie: Schweizer Haushalte greifen im Ausland bei frischen Früchten und Gemüsen auf vergleichsweise günstige Produkte
zurück, bei Säften werden eher höherpreisige Produkte bevorzugt. Die Marktforscher gehen davon aus, dass im Ausland hierbei Markenartikel gekauft werden, die es in der Schweiz nicht gibt oder im Ausland günstiger sind.

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