7.02.2019 08:39
Quelle: schweizerbauer.ch - big
Fleischmarkt
Mehr für Handel, weniger für Bauer
Letztes Jahr ist die Bruttowertschöpfung beim Fleisch gestiegen. Hauptgrund dafür war, dass Schlachttiere im Durchschnitt günstiger eingekauft wurden und dass das Fleisch teurer verkauft wurde.

2018 war ein spezielles Jahr. Die grosse Trockenheit im Sommer führte zu einem kleineren Futterangebot. Der Futtermangel führte zeitweise zu einem grösseren Angebot an Schlachtkühen, was den Preis gedrückt hat. 

So galten T3-Schlachtkühe gemäss dem neusten Marktbericht Fleisch des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) 2018 im Schnitt 7.84 Fr./kg SG, was 4,6% weniger sind als 2017. Dennoch hätten Konsumenten im Schnitt 3,9% mehr für Hackfleisch bezahlt, so das BLW. Dadurch ist die Bruttowertschöpfung beim Verarbeitungsfleisch, also die Differenz zwischen dem Einkaufspreis eines Schlachtkörpers und den Einnahmen aus dem Verkauf der einzelnen Fleischstücke, im Detailhandel gestiegen.

Auch die Schweizer Rindviehmäster mussten mit tieferen Produzentenpreisen wirtschaften als noch im Jahr 2017. Die Produktionsentwicklung stand im letzten Jahr im gegenläufigen Zusammenhang zu den Produzentenpreisen. Beim Bankvieh stiegenen die angefallenen Schlachtmengen 2018 um 7,8%. Aufgrund der höheren Marktversorgung mussten Rindviehmäster in der Schweiz mit tieferen Produzentenpreisen wirtschaften als noch im Jahr 2017. Durchschnittlich wurden rund 5 % weniger für Bankvieh bezahlt Die Verkaufspreise für Rindfleisch lagen aber über alle Fleischstücke gesehen höher, wodurch auch hier die Bruttowertschöpfung für Verarbeitung und Vertrieb gestiegen ist.

Laut BLW-Bericht verdienten Handel und Verarbeitung am Rindfleisch letztes Jahr insgesamt 4,6% mehr als im Vorjahr. Beim Schweinefleisch und beim Lammfleisch waren es 3,5% mehr und beim Kalbfleisch 3,1%. Dies in erster Linie aufgrund höherer Fleischverkaufspreise.

 

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