19.03.2013 11:32
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Milchmarkt
Miba: Tieferer Umsatz - weniger Milch
Der Nordwestschweizer Milchverband MIBA verbucht für 2012 einen Jahresgewinn von 161'000 (Vorjahr: 167'000) Franken. Der Gesamtertrag sank auf 158,8 (169,9) Mio. Franken. Nach Jahren der Überproduktion war im letzten Jahr Milch plötzlich zeitweise knapp.

Die Milchproduktion angeschlossener Bauernhöfe und Genossenschaften sank um 3,5 Prozent auf 248,8 Mio. Kilogramm. Als Hauptursachen nennt der am Dienstag publizierte Jahresbericht schlechte Raufutterqualität, deutlich gestiegene Kraftfutterkosten, tiefe Milchpreise sowie in den Freibergen Weideschäden durch Mäuse.

Elsa grösster Abnehmer

Auf die Engpässe reagiert hat die MIBA mit einer Umstellung auf eine flexiblere Mengensteuerung pro Monat. Auch bei der Biomilch sank die MIBA-Produktionsmenge im Jurabogen leicht auf rund 13 Mio. Kilo - dies indes entgegen dem nationalen Trend.

Die MIBA mit Sitz in Aesch BL vermarktet laut einer Sprecherin rund einen Achtel der Schweizer Molkereimilch. Grösste Milchabnehmer der MIBA blieben die ELSA Estavayer Lait und die Emmi Gruppe; daneben beliefert die MIBA unter anderem auch Hochdorf Nutritec, Cremo, Nestlé und Vallait.

Tiefere Transportkosten

Die MIBA hatte 2012 insgesamt 1834 Mitglieder in den Kantonen Aargau (213), Baselland (384), Basel-Stadt (3), Bern (226), Jura (510) und Solothurn (498).

Für das angelaufene Jahr hat die MIBA tiefere Transportkosten ausgehandelt. So konnte der Milchpreis zugunsten der Bauern erhöht werden. Und die der Wiedereinführung der Marke MIBA - mit Abfüllung bei der Regio-Milch AG - in Läden und Grossverteilern soll die Kundschaft besser auf die Produkte ihrer Region aufmerksam machen.

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