2.04.2014 13:52
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Detailhandel
Migros-Chef erwartet weniger Preisabschläge
Die Migros rechnet für 2014 mit weiterem Wachstum. Konzernchef Herbert Bolliger geht von einem Umsatzplus von 3 bis 4 Prozent aus, wozu der übernommene Ferienhaus-Vermittler Inter Chalet und die Modekette Schild beitragen. Auch werden die Preise kaum noch sinken.

In den Super- und Verbrauchermärkten bleiben die Preise im laufenden Jahr tendenziell stabil, wie Bolliger an der Jahresmedienkonferenz vom Mittwoch in Zürich sagte.

Preisdruck bei Gemüse und Früchten

Hingegen dürften die Preise für Früchte und Gemüse aufgrund der wetterbedingt guten Ernteaussichten unter Druck geraten. Nochmals billiger werden voraussichtlich im Schnitt auch die Nicht-Nahrungsmittel, insbesondere die Sortimente der Fachmärkte.

Anders als im vergangenen Jahr sind die Baumarkt- und Gartenketten Obi und Do it gut in den Frühling gestartet. Dazu trug das sonnige Wetter bei. Gruppenweit sei die Migros mit einem Umsatzplus von 2 bis 3 Prozent ins neue Jahr gestartet, sagte Bolliger.

Den Wettereffekt auf das Gruppenresultat wollte der Migros-Chef nicht überbewerten: «Irgendjemand profitiert immer vom Wetter in der Migros, das ist der Vorteil wenn man so breit aufgestellt ist.»

Alle Vorzeichen positiv

Alle Vorzeichen für 2014 seien positiv. Sein Gefühl sage ihm aber, so schön könne es nicht bleiben. «Irgendwo wird es sicher noch reinblasen, ich weiss aber noch nicht wo».

Bolliger erwähnte auch mögliche Folgen der Masseneinwanderungsinitiative. Er verhehle nicht, dass auch die Migros in den letzten Jahren von der Einwanderung profitiert und mit den neuen Kunden Einbussen durch den Einkaufstourismus und den Konkurrenzkampf kompensiert habe. Auch Grenzgänger seien für die Migros als Kunden und Mitarbeitende wichtig.

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