4.02.2015 17:54
Quelle: schweizerbauer.ch - gro
Detailhandel
Migros will Preise nicht drücken
Marktteilnehmer aus der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft berichten, dass die Migros als Folge des tiefen Eurokurses enormen Druck auf die inländischen Produzentenpreise mache. Die Migros dementiert dies.

Auf Anfrage erklärt Migros-Sprecher Luzi Weber: «Die Migros verfolgt die Marktentwicklung bei Inlandprodukten laufend und verhandelt die Preise mit ihren Lieferanten. Daran hat sich durch die Aufwertung des Frankens nichts geändert.» Es gebe also keinen zusätzlichen Druck auf die Lieferanten von Inlandprodukten, ihre Preise zu senken. Gemäss den Marktkennern verhält sich Coop bislang in der Euro-Geschichte offenbar sehr fair gegenüber den Produzenten.

Bauernverbandspräsident Markus Ritter äusserte sich am Montag in der Zeitung «20 Minuten» zum möglichen Preisdruck. Er sei durchaus einverstanden, dass auch die Preise von Schweizer Produkten purzeln könnten, allerdings sei dies nicht Sache der Bauern. «Drei Viertel des Lebensmittelpreises erhalten Verarbeitung und Handel. Für die Schweizer Bauern bleiben nur 25 Prozent von jedem Franken, den ein Konsument für Milch oder Rüebli ausgibt», stellt Ritter klar. So sei es an der Migros und nicht an den Bauern, ihre Kosten zu überprüfen.

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