13.09.2016 17:57
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
Milcheinlieferungen sinken weiter
Die Schweizer Bauern haben auch im Juli weniger Milch produziert als im Vorjahresmonat. Das Minus betrug 2,9 Prozent. Seit Mai sind die Einlieferungen tiefer als in den Vorjahresperioden.

Die tiefen Produzentenpreise dürften sich nun auch auf die Produktion niedergeschlagen haben. Drei Monate in Folge sind die Einlieferungen nun gesunken. Im Mai betrug das Minus -1,1 Prozent, im Juni -3,8 Prozent und im Juli -2,9 Prozent. Und ein Ende dieses Trends ist gemäss der jüngsten Monatsstatistik der Treuhand TSM nicht abzusehen.

Im Juli wurde in der Schweiz insgesamt 259‘698 Tonnen Milch produziert, 7‘769 Tonnen weniger als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zu Juni 2014 fällt das Minus mit 7,7 Prozent oder 21‘774 Tonnen noch deutlicher aus.

Die kumulierte Milchproduktion in den ersten sieben Monaten dieses Jahres liegt mit 0,2 Prozent nur noch knapp über dem Vorjahreswert. Insgesamt wurden 2‘074‘218 Tonnen Milch produziert, das sind 3‘928 Tonnen mehr als in der Vorjahresperiode. 2014 wurde hingegen von Januar bis Juli 1,9 Prozent oder 39‘068 Tonnen mehr Milch eingeliefert als 2016.

Und auch in den kommenden zwei Monaten wird sich die Milchproduktion in der Schweiz rückläufig entwickeln. Für August prognostiziert dbmilch.ch ein kräftiges Minus von 3 Prozent. Und auch im September wird gemäss einer Prognose von BO Butter die Milchproduktion gegenüber dem Vorjahresmonat abnehmen.

Deutlich weniger verkäst

Bei der Milchverwertung fällt das deutliche Minus bei der Käseproduktion auf. Im Vergleich zu Juli 2015 wurde 8,2 Prozent oder 10‘000 Tonnen Milch weniger zu Käse verarbeitet. Insgesamt wurden noch 112‘345 Tonnen verkäst, das sind 43 Prozent der gesamten Milchproduktion. Ebenfalls massiv reduziert wurde die Produktion von Joghurt (-14,5% oder -1‘438t auf 8‘465 t), Frischmilchprodukten (-14,3% oder -1,530 t auf 9‘149 t) und Butter (-17,6% oder -7‘295 t auf 34‘149 t). Dafür wurden mehr Konsumrahm und Dauermilchwaren hergestellt.

Bei der kumulierten Produktion von Januar bis Juli beträgt das Minus beim Käse 3,9 Prozent. Insgesamt wurden 812‘833 t Milch zu Käse verarbeitet, das sind 39 Prozent der Gesamtmenge. Ausgeweitet wurde die Produktion von Dauermilch (+11,2% auf 242‘629 t) und von Butter (+2,3% auf 363‘278 t).

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE