8.02.2016 09:35
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Europäischer Milchmarkt
Milchkonzern kündigt Entlassungen an
Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods plant im Zuge einer Straffung ihrer Organisationsstruktur die Entlassung von hunderten Verwaltungsmitarbeitern.

Wie das Unternehmen am vergangenen Freitag mitteilte, sollen durch eine weitere Zentralisierung der Bereiche Supply Chain, Finanzen und Personal die Konzernentscheidungen schneller und effizienter getroffen werden können.

Starker Wettbewerbsdruck

Als Folge dieser Veränderungen sollen rund 500 der etwa 7'000 Verwaltungsstellen im Unternehmen wegfallen wovon Mitarbeiter in der Produktion und Logistik aber nicht betroffen sind. Die Neuorganisation wird sich auch an der Spitze bemerkbar machen. Laut Arla-Vorstandsvorsitzendem Peder Tuborgh wurde ein neues Führungsteam zusammengestellt,das bestimmten Funktionsbereichen zugeordnet ist und bei dem die Märkte geografisch in die beiden Geschäftsbereiche „Europa“ und „International“ eingeteilt werden.

Tuborgh wies darauf hin, dass weltweit mehr Milch produziert werde und ein starker Wettbewerbsdruck bestehe. Darüber hinaus würden die Bedürfnisse der Konsumenten immer unterschiedlicher und die Kunden erwarteten ein höheres Mass an Service. „Wir müssen also beweglicher und kosteneffizienter werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir müssen unsere Arbeitsprozesse optimieren“, erklärte der Vorstandsvorsitzende.

Bauern liefern mehr Milch

Gemäss der Ende 2015 vorgestellten neuen Strategie „Good Growth 2020“ sei es das Ziel, das organische Ertragswachstum von 2% aus den letzten Jahren auf mindestens 4% bis 2020 zu erhöhen. „Unser weiterer Erfolg hängt von der Fähigkeit unserer Organisation ab, die Wertschöpfung zu erhöhen und profitable Absatzkonzepte für die wachsende Milchmenge, die uns unsere Arla-Eigentümer und Landwirte liefern, zu entwickeln“, betonte Tuborgh.

Mit der neuen Struktur könne Arla den globalen Pool an Rohmilch effektiver nutzen, um strategisch wichtige Ziele zu verfolgen und die höchsten Erträge für die Milch der Genossenschaftsmitglieder herauszuholen. Zudem könnten so die globalen Marken ausgebaut und neue Produkte überregional eingeführt werden.

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