18.01.2018 14:33
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Futtermittel
Milchproduktion ohne Palmfett
Im vergangenen Jahr hat sich die Organisation der Schweizer Milchproduzenten SMP für die Verbannung von Palmfett aus dem Milchviehfutter eingesetzt. Gemäss Abklärungen der SMP Anfang Januar bestätigten Futtermittelfabrikanten den Verzicht von Palmfett in ihren Produkten.

Um eine klare Differenzierung des Graslandes Schweiz gegenüber dem Ausland zu generieren, ist es zunehmend wichtig, die Mehrpreise rechtfertigen zu können. Die Schweizer Milchproduzenten SMP engagierten sich deshalb 2017 stark für den Ausschluss von Palmfett und Palmöl in der Futtermittelproduktion.

Wie die SMP in einer Mitteilung schreibt, kann der Einsatz von Palmöl nicht erklärt werden. Zudem würde dieser das Image belasten und hätte in der Schweizer Milchproduktion nichts mehr zu suchen. Anfang des neuen Jahres klärte die SMP nun die Lage ab. Die fenaco Genossenschaft bestätigte, sämtliches Palmfett durch Rapsfett ersetzt zu haben. Auch die Vereinigung der Schweizer Futtermittelfabrikanten VSF hat ihren Mitgliedern deutlich empfohlen, Palmfett nicht mehr einzusetzen. Die VSF hat allerdings keine Befehlsgewalt. Die Forderungen seien aber flächendeckend umgesetzt worden.

Deklaration genau studieren

In der Schweiz ist Palmfett nicht verboten. Das Gesetz verlangt aber eine zwingende Deklaration der Fettart. Werden also Futtermittel im Ausland bezogen, liegt es in der Verantwortung der Produzenten, die Deklarationen genau unter die Lupe zu nehmen. Wie die Schweizer Milchproduzenten weiterschreiben, sei es unabdingbar, in der Schweiz kein Palmfett mehr einzusetzen. Denn nur so können die Konsumenten überzeugt werden, dass sie mit Schweizer Milch- und Milchprodukten einen Mehrwert kaufen. Es wird geprüft, ob Palmfett auf die «schwarze Liste» von Suisse Garantie zu nehmen ist.


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