2.05.2014 13:36
Quelle: schweizerbauer.ch - Doris Grossenbacher
Futtermittel
Mischfutter: Melior zieht nach
Nachdem die UFA kürzlich die Preise einiger Mischfutter gesenkt hat, tut es ihr nun die Nummer drei im Schweizer Futtermittelmarkt gleich. Bei Melior werden Rindviehmast-, Milchvieh- und Schweinemastfutter günstiger.

Vor zwei Wochen senkte die UFA ihre Mischfutterpreise. Dies hat in der Branche einiges ausgelöst. Nun kündigt auch die Melior eine Preissenkung per 5. Mai an.

Proteine ausgenommen

Gemäss Hansueli Christen, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Melior, werden Rindviehmast-, Milchvieh- und Zuchtschweinefutter bis 1 Fr./100 kg günstiger. Bei Schweinemast-Alleinfutter betrage die Preisreduktion bis 2 Fr./100 kg. Ausgenommen von der Preissenkung seien die proteinreichen Mischfutter, da sich der Markt der Eiweissträger sehr unsicher entwickle und die Preise dort gestiegen seien. Auch die UFA hat die Preise für Eiweissträger unverändert belassen.

Die produzierende Landwirtschaft stehe unter einem scharfen Wettbewerbsdruck. Die Märkte reagierten mit hoher Volatilität, und die vorgelagerte Branche spüre den steigenden Druck mit voller Härte, sagt Christen.

Kunden leisten Beitrag

«Zudem spielt der Markt in der Mischfutterbranche aufgrund der Anzahl Anbieter stark, und Preisanpassungen werden überraschend indiziert», sagt der Geschäftsleitungsvorsitzende. Die stetige Optimierung durch innovative Prozesse in den Bereichen Einkauf, Produktion, Logistik und Administration erlaubten Melior, Kosten zu senken. Auch die Kunden würden einen aktiven Beitrag leisten, indem sie ihre Bestellungen frühzeitig übermitteln und die Siloanlagen für den Ablad gut zugänglich machen.

Anders sei die Situation bei den Eiweissträgern, erklärt Christen: «Dort hätten wir aufgrund der Marktsituation eigentlich einen Preisaufschlag machen müssen. Je nach Preisentwicklung werden wir diesen Schritt zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff nehmen.» Er betont, dass in den Mischfuttern keine billigeren Komponenten zum Einsatz kämen, um die tieferen Preise zu ermöglichen: «Melior geht mit seiner etablierten Qualitätsstrategie keine Kompromisse bezüglich tierischer Leistungen ein.»

Setzt auf Schweizer Getreide

Der Futtermittelhersteller mit Hauptsitz in Herzogenbuchsee BE setzt ausserdem ein Zeichen für den Schweizer Getreidebau: «Das Inlandgetreide der bevorstehenden Futtergetreideernte wird Melior zu den gleichen Konditionen wie im Vorjahr übernehmen», verspricht Hansueli Christen.

In der Schweizer Mischfutterindustrie ist also einiges im Tun. Dies gibt den Landwirten die Chance, die Preise ihres Lieferanten zu überprüfen und allenfalls neu zu verhandeln.

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