26.07.2015 11:38
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Syngenta
Monsanto: Syngenta zeigt sich unbeeindruckt
Syngenta will sich von Monsanto nicht unter Druck setzen lassen. Obwohl gewisse Aktionäre des Basler Agrochemiekonzerns mit dem US-Konzern über sein Übernahmeangebot für Syngenta bereits reden, betont Syngenta-Chef Mike Mack erneut die Ablehnung der Offerte.

Monsanto versuche, den Rhythmus zu erhöhen, sagte Mack in einem Interview der «Schweiz am Sonntag». Aber dies zwinge Syngenta noch lange nicht, darauf zu reagieren. Syngenta habe die Meinung der Aktionäre zu dem Angebote von Monsanto nicht eingeholt, weil das Angebot in «jeder Hinsicht ungenügend war».

«Ich staune nur über solche Forderungen von Aktionären», sagte Mack. «Es gibt nichts zu verhandeln. Wir liegen dermassen weit auseinander.» Von einer Fusion würde einzig Monsanto profitieren. Der Wert von Syngenta werde unterschätzt, erklärte Mack. Der US-Konzern Monsanto bietet 45 Mrd. Dollar für Syngenta und eine Gebühr von 2 Mrd. Dollar, sollte eine Übernahme am Widerstand der Kartellbehörden scheitern. Trotz der Ablehnung von Syngenta gibt sich der Konkurrent hartnäckig. Unterstützt sieht er sich von einigen Aktionären von Syngenta.

Letzte Woche hatte Syngenta die Halbjahreszahlen bekannt gegeben: Der Umsatz schrumpfte um 10 Prozent auf 7,634 Milliarden Dollar, der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um 5 Prozent auf just 2 Milliarden Dollar. Als Reingewinn wies Syngenta 1,221 Milliarden Dollar aus, 12 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Damit schlug sich Syngenta besser als von Analysten erwartet. Syngenta sah sich denn auch durch die Zahlen in der Ablehnung der Übernahmeofferte bestätigt. Monsanto hingegen legte das Ergebnis als Zeichen für fehlende Visionen und Pläne aus.

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